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Reichstag in Berlin

Das prunkvolle Reichstagsgebäude wurde 1884–1994 nach den Plänen Paul Wallot auf der östlichen Seite des des damaligen Königsplatzes errichtet und ist heute Sitz des Deutschen Bundestages.

Mit seiner neuen transparenten Kuppel wurde das Berliner Wahrzeichen zu einem der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin und größten Publikumsmagneten der Hauptstadt. Seine bunte Vergangenheit spiegelt die Turbulenzen der deutschen Geschichte seit dem 19. Jahrhundert wieder.

Die Reichstagswiese, Berlin
Die Reichstagswiese, Berlin (Foto: Bigstock)

Was kann man im Reichstag machen?

Nach vorheriger Anmeldung kann man den Reichstag mit einer  90-minütigen geführten Tour besichtigen. Zudem ist die Teilnahme an einer Plenarsitzung oder der Besuch der Reichstagskuppel oder Dachterrasse ebenalls kostenlos.

Die Reichstags-Kuppel

Es werden geführte Touren durch das Reichstagsgebäude und die gläserne Kuppel angeboten. Auch dafür muss man sich vorher anmelden. Das könnt ihr mir dem Online-Formular auf bundestag.de machen.

Das Restaurant Käfer

In der Kuppel befindet sich das Dachgartenrestaurant des Reichstags. Das Käfer Dachgarten-Restaurant findet ihr direkt neben der Glaskuppel des Deutschen Bundestags. Es bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt und ist einer der Orte, an denen man in Berlin wunderbar frühstücken kann.

Öffnungszeiten Käfer Dachgarten-Restaurant sind freitags bis sonntags von 9 bis 13 Uhr. Doch ohne Reservierung kommt man auch hier nicht rein: 030- 22 62 99-0 (10 bis 16 Uhr).

© Feinkost Käfer Link

Mit dem Schiff vorbei am Regierungsviertel schippern

Fotografiere den Reichstag und das Regierungsviertel vom Wasser aus bei einer Schifffahrt durch Berlin.

Stadtführungen und geführte Touren mit Reichstag-Besichtigung

Spaziere durch das Regierungsviertel und lerne mehr über die Berliner Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes in einer Stadtführung.

Mit dem Hop On Hop Off Bus zum Reichstag

Erkunde Berlins Sehenswürdigkeiten bei einer Bustour und steige direkt am Reichstag aus.

Ideen, was man sonst noch in Berlin machen kann, findest du hier.

Die Geschichte des Reichstags

Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wuchs die Zahl der Abgeordneten des Reichstags auf 400 an. Also musste ein größeres  Parlamentsgebäude her, das aber gleichzeitig auch der Vertretung des deutschen Volkes würdig sein sollte. Als Bauplatz erschien der  damalige Königsplatz als am geegnetsten, allerdings stand dort das Palais des polnischen Grafen Athanasius Raczynski, eines preußischen Diplomaten und Kunstsammlers, der sich entschieden weigerte, sein Grundstück zur Verfügung zu stellen.

Als der Graf 1874 verstarb, verkaufte sein Sohn der Raczyński-Palais noch im selben Jahr an den Preußischen Staat und 1884 wurde der Grundstein für das Reichstagsgebäude gelegt. Einem zweiten Bieter-Wettstreit 1882 mit 189 anonymen Einsendungen gewannen 1882 die Vorschläge von Paul Wallot aus Frankfurt am Main und Friedrich von Thiersch aus München. Wallot wählte den italienischen Renaissance-Stil für das prunkvolle Gebäude, die markante Kuppel aus Glas und Stahl war auch damals schon Teil des Entwurfs, der bis 1894 umgesetzt wurde.

Die transparente Kuppel des Berliner Reichstags
Die transparente Kuppel des Berliner Reichstags

Das erste wichtige historische Ereignis erlebte das Reichstagsgebäude im Jahr 1918, als von seinem Balkon die Weimarer Republik ausgerufen wurde. Ein nächster wichtiger geschichtlicher Meilenstein  wurde gesetzt, als in der Nacht zum 28. Februar 1933 beim Reichstagsbrand Flammen aus der Kuppel des Reichstagsgebäudes schlugen. Die Schuldfrage des Brandanschlags, bei dem der Plenarsaal und einige umliegende Räume ausbrannten, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Jedenfalls nutzten die Nationalsozialisten den Brand, um noch in derselben Nacht mit massivem Terror gegen ihre politischen Gegner vorzugehen. Mit ihrer Machtübernahme begann das wohl dunkelste Kapitel in der Deutschen Geschichte.

Der Reichstag 1945

Die Rote Armee hisst ihre Siegesflagge auf dem Reichstagsgebäude
Die Rote Armee hisst ihre Siegesflagge auf dem Reichstagsgebäude © Mil.ru, CC-BY 4.0, Link

Da die Rote Armee das Reichstagsgebäude als eines der Schlüsselsymbole des nationalsozialistischen Deutschlands sah, war die Einnahme des Gebäudes für die russischen Soldaten besonders wichtig. Nach heftigen Kämpfen in der Schlacht um Berlin wurde schließlich am 1. Mai 1945 von sowjetischen Soldaten die rote Flagge über dem Eingangsportal des Reichstags gehisst und der Sieg über das Deutsche Reich erklärt, obwohl in dem Gebäude noch gekämpft wurde. Das symbolträchtige Bild des russischen Soldaten mit dem Banner auf dem Dach wurde erst am 2. Mai nachgestellt.

Der Reichstag während der deutschen Teilung

Während der Teilung Berlins lag das Reichstagsgebäude im Britischen Sektor. Die Berliner Mauer verlief unmittelbar an der Ostseite des Gebäudes. Der „einsame, zerschossene Reichstag“ wurde zum Symbol – als „Sandsteinkoloß im Niemandsland zwischen den feindlichen Weltsystemen“. Im Gebäude war ein Museum über den Bundestag und die Geschichte des Reichstagsgebäudes eingerichtet. Für ausländische Staatsgäste gehörte der Besuch der Außenterrassen mit Blick über die Berliner Mauer zum üblichen Programm. Seit 1971 wurde im Gebäude die Ausstellung „Fragen an die Deutsche Geschichte“ gezeigt und von mehreren Millionen Interessenten besucht.

Auf Initiative von Bundeskanzler Helmut Kohl und seinem Bundesbauminister Oscar Schneider wurde 1985 ein Gutachten bei Gottfried Böhm von der RWTH Aachen eingeholt, wie das Gebäude künftig – insbesondere im Fall einer Wiedervereinigung – genutzt werden könnte und welche Umbauten dafür erforderlich wären. Das Gutachten wurde vertraulich behandelt. Böhm entwarf bis 1988 eine für Besucher begehbare Glaskuppel, die Offenheit und demokratische Teilhabe symbolisieren sollte.

Der Reichstag nach der Wiedervereinigung

Bereits 1991 fasste der Bundestag in Bonn den Beschluss seine Plenarsitzungen künftig nach Berlin zu verlegen. Dazu musste das Reichstag zu einem modernen Parlamentsgebäude umgebaut werden. Nach einem Bieterverfahren wurde der Reichstag vom Architekten Sir Norman Forster 1994 bis 1999 umgebaut und erweitert. Seine Entscheidung das Wahrzeichen ähnlich dem Funkturm und Fernsehturm mit einer transparenten Kuppel für das Publikum zugänglich zu machen, war grandios.

Denn seit 1999, als der Bundestag schließlich im Reichstag einzog, wurde die nachträglich konzipierte Kuppel zu einer vielbesuchten Touristen-Attraktion und zu einem Wahrzeichen Berlins. Der Touristenansturm verfünffachte sich auf knapp über eine Million Besucher im Jahr.

Blick in die Glaskuppel des Berliner Reichstags
Blick in die Glaskuppel des Berliner Reichstags (Foto: Bigstock)

Anfahrt zum Reichstagsgebäude

Mit Bus und U-Bahn

Der Reichstag steht in Berlin-Mitte, ganz nahe dem Berliner Hauptbahnhof. Von dort erkennen Sie die markante Kuppel bereits gut. Gehen Sie ruhig zu Fuß, der 10-minütige Spaziergang lohnt sich. Über die Gustav-Heinemann-Brücke überqueren Sie die Spree. Mitten durch den grünen Spreebogenpark geht es dann zum Platz der Republik als Ziel Ihrer Reise. Alternativ bringt Sie die U-Bahn Linie U5 und U55 vom Hauptbahnhof zur Haltestelle Bundestag. Die Fahrt dauert circa vier Minuten.

Öffnungszeiten des Reichstags

Kuppel und Dachterrasse können kostenlos täglich von 8 bis 24 Uhr besucht werden, letzter Einlass ist um 21.45 Uhr. Am 24. Dezember ganztägig und am 31. Dezember ab 16 Uhr geschlossen.

Tickets für Führungen im Reichstag und Regierungsviertel

Für den Besuch von Kuppel und Dachterrasse muss man sich hier www.bundestag.de vorab anmelden. Ticket für Führungen kann man auch bei reichstag-fuehrung.de direkt bestellen, um lange Warteschlangen vor Ort zu vermeiden.

Weitere Informationen zum Reichstag findet ihr hier: www.bundestag.de 

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