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Berliner Funkturm

Der Funkturm, den die Berliner Bevölkerung auch gerne „Langer Lulatsch“ nennt, zählt schon seit den 1920er Jahren zu den berühmtesten Wahrzeichen von Berlin. Die Stahlkonstruktion reckt sich 147 Meter hoch über das Messegelände im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

An seiner Spitze besitzt der Funkturm eine 126 Meter hohe Aussichtsplattform, die man gegen eine kleine Gebühr besuchen kann. Zudem befindet sich auf 50 Meter Höhe das Turmrestaurantein Turmrestaurant sowie einen Aussichtsbereich an der Turmspitze. Plattform sowie  Turmrestaurant gehören zu den besten Aussichtspunkten von Berlin, denn von hier hat man einen grandiosen 360° Panorama-Blick zu  weiteren Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt

Als der der Hörfunk in Deutschland in den 1920er Jahren immer mehr an Bedeutung gewann, musste auch in Berlin ein adäquater Sendeturm her. So wurde auf der 1. Großen Deutschen Funkausstellung 1924 der Bau einer neuen Funkanlage beschlossen.

Da sich das aufstrebende Berlin zu Beginn der „Goldene Zwanziger“ mit anderen Hauptstädten messen wollte, drängte sich ein baulicher Vergleich mit dem Eiffelturm auf. Anstelle eines einfachen Sendemastes entschied man sich zu einer ähnlichen aber schlichteren Stahlfachwerkkonstruktion mit Aussichtsturm und Restaurantgeschoss.

Schon zwei Jahre später wurde der „Lange Lulatsch“ anlässlich der dritten Großen Deutschen Funkausstellung auf dem Messegelände in Witzleben eröffnet. Führende Berliner Technologien kamen bei dem ambitionierten Bauwerk zum Einsatz. Zum Bespiel installierte die Carl Flohr AG mit der 120 Meter Aufzugsanlage bis hinauf zur Aussichtsplattform den höchsten elektrische Lift im Deutschen Reich.

Mit der Ausstrahlung des ersten Fernsehbilds in Deutschland 1929 und des weltweit ersten regulären Fernsehprogramms 1935 wurde der Berliner Funkturm auch zum Symbol der aufkommenden medientechnischen Ära und schnell zum Wahrzeichen Berlins.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Gerüst und Turmrestaurant von Granaten getroffen und schwer beschädigt. Zum Glück entschied man sich gegen einen Abriss und der Funkturm blieb der Nachwelt erhalten.

Zu seinem 35. Geburtstag wurde der Funkturm 1966 aufgrund seiner historischen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Heute findet man in dem 55 Meter hoch gelegenen Restaurant immer noch die originalgetreue Jugendstileinrichtung. Inmitten des nostalgischen Charmes der Zwanziger Jahre kann man hier wunderbar zu Mittag oder Abend essen und dabei den einzigartiger Blick über Berlin genießen.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung nahm aufgrund der Fülle der Sehenswürdigkeiten in Berlin das Interesse am Funkturm stetig ab. So halbierte sich der Touristenandrang in den 2000er Jahren auf 60.000 Besucher im Jahr. Trotzdem, wer zu einer der vielen Ausstellungen auf dem Messegelände fährt, könnte bei der Gelegenheit seinen Besuch mit einer Auffahrt auf den Funkturm krönen.

Achtung! Bei schlechtem Wetter wird die Aussichtsplattform geschlossen, also lieber nachfragen, ob auch geöffnet ist.

Die Aussichtsplattform des Funkturms bietet sowohl den geschützten Blick hinter der Glasverkleidung als auch das unmittelbare Freilufterlebnis. So oder so, die Besucher erwartet ein spektakulärer Blick über Berlin. Ob Teufelsberg und Olympiastadion im Westen oder Fernsehturm, Potsdamer Platz und Gedächtniskirche im Osten, von der 126 Meter hohen Plattform hat man einen guten Blick auf die meisten Wahrzeichen der Hauptstadt.

Maßstabsgetreue Schautafeln informieren die Besucher über die in Sicht befindlichen Gebäude. Zudem kann man mit Münzfernrohren die Sehenswürdigkeiten und das Umland genau unter die Lupe nehmen.

Nach einer aufregenden Fahrt im gläsernen Lift erwartet die Besucher ein einzigartiger Blick vom Funkturm-Restaurant aus über Berlin.

Von 11:30 Uhr und 15:30 Uhr werden mit einer wechselnden Mittagskarte mit Suppen, Hauptgerichten, Dessert und Kuchen serviert. Abends von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr gibt es dann Buffet mit  monatlich wechselndem Motto wie z.B. ein Spargelbuffet im Frühling oder italienisches Spezialitäten im Sommer.

  • Für die Auffahrt benötigt der gläserne Lift 34 Sekunden, was in etwa einer Geschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde entspricht.
  • Die Aussichtsplattform bietet Platz für maximal 45 Personen.
  • Nimmt man nicht den Aufzug, sine es 287 Stufen bis hoch zum Restaurant
  • Insgesamt sind es 610 Stufen bis zur oberen Plattform
  • Die restlichen 323 Stufen vom Restaurant in die Sturmspitze sind aus Sicherheitgründen gesperrt
  • Bei stärkerem Wind schwankt die Spitze des Turms um 40 Zentimeter
  • Für das Gerüst wurden 400 Tonnen Stahl verbaut
  • Insgesamt wiegt der Turm 600 Tonnen

 

Funkturm
Messedamm 22, 14055 Berlin-Charlottenburg
Öffnungszeiten der Aussichtsplattform (5 Euro)
Dienstag – Freitag 14:00 – 22:00 Uhr
Samstag – Sonntag 11:00 – 22:00 Uhr
www.funkturm-messeberlin.de