Die 5 besten Restaurantschiffe in Berlin

1. Van Loon im Urbahnhafen

Vom Restaurantschiff Van Loon hat man einen wunderbaren Blick auf den von Schwänen bevölkerten Urbanhafen
Vom Restaurantschiff Van Loon hat man einen wunderbaren Blick auf den von Schwänen bevölkerten Urbanhafen Foto: vanloon.de

Das Restaurantschiff  van Loon im Kreuzberger Urbahnhafen ist ein Klassiker unter den Schiffsrestaurants in Berlin, allerdings wurde das Schiff 2011 neu entworfen und gebaut. Die 31 Meter lange van Loon ist einem historischen Frachtensegler nachempfunden und um einiges edler als der Vorgänger.

Restaurantschiff van Loon am Urbanhafen

Es lohnt sich, einzukehren. Man sitzt  entspannt auf dem Sonnendeck, kann auf den Landwehrkanal blicken und den Schwänen im Urbanhafen zusehen. Oder sich für die Wasserterrasse entscheiden. In warmen Sommernächten ist die Stimmung auf dem Restaurantschiff, das ganzjährig geöffnet ist, besonders schön. Im Inneren dominiert das Holz, was etwas durchgestylt wirkt. Das Restaurant unter Deck ist in drei Bereiche unterteilt. Die Lounge befindet sich im Schiffsbug, außerdem gibt es den Salon und noch einen separaten Festraum.

Brunch und Fischgerichte

Das Brunchbuffet, das Sonn- und Feiertags für 17,50 Euro angeboten wird, ist so gefragt und gut, dass man sich anmelden sollte. Und wie es sich für ein Schiffsrestaurant gehört, findet man auf der Speisekarte Fisch: Matjesfilet auf Sauerrahm-Kräutersauce mit Bratkartoffeln und kleinem Salat (9,80 Euro), schiffsgebeizten Lachs auf Kartoffelpuffern mit Senf-Dill-Sauce und Salat ( 13,80 Euro). Auch Fish& Chips (8-11,80 Euro) und Filet vom Aalrauchmatjes auf Schwarzbrot

Kaffeetrinken auf der van Loon

Wer keinen Fisch mag,  kann auf Entrecôte vom Schiffsgrill (19,80 Euro), vegetarische Gerichte und Maispoularde ausweichen. Süßer, aber auf keinen Fall weniger schmackhaft, sind die frischgebackene Waffeln, die Kuchen und die Eisbecher.

Das ganze Jahr geöffnet

Die Getränkekarte kann sich sehen lassen, ausgesprochen umfangreich, angefangen bei den vielen Tee- und Kaffeesorten bis zum besonderen Rum. Van Loon hat außer seinem Restaurantschiff, das täglich und das ganze Jahr über geöffnet ist, noch zwei weitere für Schiffstouren.

  • van Loon Restaurantschiffe, An der Baerwaldbrücke, Carl-Herz-Ufer 5, 10961 Berlin, Tel: 030/ 692 62 93.
  • Öffnungszeiten Täglich 9-1 Uhr.  Warme Küche bis 23 Uhr.
  • vanloon.de
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2. Das Patio an der Moabiter Brücke

Quelle: patio-berlin.de

Sei es zum Business-Dinner oder zum ausgedehnten Abendessen: Auf dem Restaurantschiff Patio in Moabit sitzt man zu jeder Zeit gut. Man blickt auf die hübsch restaurierten Wohnhäuser am Holsteiner Ufer und den modernen Glasbau des Innenministeriums, Weidenbäume neigen sich dem Ufer zu – so sieht urbane Idylle aus.

Restaurantschiff Patio: Karte mit südlichen Akzenten

Das Patio hat wochentags von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 24 Uhr geöffnet. Speisen werden bis 22 Uhr serviert. Die nicht allzu umfangreiche Karte bietet Salate, die der italienischen Küche entstammen, an Vorspeisen stehen Jakobsmuscheln, Riesengarnelen oder Rindercarpaccio derzeit auf der Karte. Bei den Hauptspeisen kann man zwischen zwei Fischgerichten, Maispoulardenbrust, Sylter Deichlamm, Rinderfilet und Tagliatelle wählen. Zudem gibt es eine kleine Auswahl an Pizzen und vier vegetarische Gerichte. Das Schiff kann man auch für Veranstaltungen buchen.

Schwankende Qualität von Küche und Service

Obwohl die Qualität der Küche in jüngster Zeit besser und stabiler wurde, sind doch immer wieder auch kritische Stimmen zu hören. Das ist ärgerlich, weil das Patio nicht zu den preisgünstigen Restaurants zählt. Der Service schwankt offenbar je nachdem, wer gerade auf dem schön gelegenen Schiff Dienst tut.

Platz auf und unter Deck

Bei schönem Wetter ist der Platz auf dem Deck des Restaurantschiffs Patio sehr zu empfehlen. Man sitzt mitten in Moabit und doch abseits des Trubels. Auch für einen Kaffee lohnt sich ein Besuch immer. Unter Deck kann man durch das Panoramafenster auf das Wasser der Spree blicken – da kommt fast ein bisschen Hochseeatmosphäre auf. Im Winter, wenn die Spree gefroren ist, herrscht am Liegeort des Patio eine ganz eigene, eisige Romantik. Im Sommer sind Sonnenuntergänge ein Erlebnis für sich. Und das nahe gelegene Hansaviertel oder der Tiergarten bieten sich zu einem Spaziergang an.

  • Restaurantschiff Patio, Helgoländer Ufer / Kirchstr., 10557 Berlin
  • Tel. 030 / 40 30 17 00,
  • Mo–Fr 11.30–14.30, 17.30–24 Uhr, Sa/So/Feiertage 11.30–24 Uhr (Küche bis 22 Uhr),
  • www.patio-berlin.de
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3. Der Klipper am Plänterwald

Foto: Klipper-Berlin
Foto: Klipper-Berlin

Der „Klipper“, ein Segelschulschiff von 1890, liegt nahe der Bulgarischen Straße in Treptow. Das Schiffsrestaurant bietet Platz unter und auf dem Deck, einen herrlichen Blick auf die Spree und eine große Karte, die sich auf Fischgerichte konzentriert.

Im Schiffsrestaurant Klipper sitzt man nicht nur in einem Boot, sondern auch auf der großzügigen Wasserterrasse. Schon allein das Brunch und die Lage sind einen Sonntagsausflug wert.

Das Schiffsrestaurant Klipper ist einen Ausflug wert. Nicht nur, weil der Plänterwald mit seinen großen Wiesen hier liegt, auf denen Kinder und Erwachsene gerne spielen, sondern weil das Schiffsrestaurant eine herrliche Lage am Wasser hat und ein üppiges Brunch bietet. Ein Sonntagsbesuch ist eigentlich ein Pflichttermin für Familien.

Hauseigene Räucherei im Schiffsrestaurant Klipper

Der Klipper hat eine anspruchsvolle Küche, die vor allem auf Fisch basiert, es gibt gar eine hauseigene Räucherei. Man findet aber ein Rumpsteak genauso wie eine Steinpilzsuppe oder Chicken Wings und Fischstäbchen für Kinder. Die umfangreiche Frühstücks- und Brunchkarte ist alleine schon einen Besuch wert. Die Menüpreise sind zivil: Der Fjordlachs mit Kartoffelpuffern und frischen Kräutern kostet 13 Euro, die Forelle mit Bratkartoffeln 13,50 Euro, die Räucherfischplatte 19.50 Euro und ein Rumpsteak 19 Euro. Wer nur auf einen Kaffee oder Kuchen vorbeikommen will, findet auch dafür ein Angebot im Klipper.

Schiffsrestaurant Klipper an der Spree in Treptow

Wenn man eine gute Note für die Lage eines Schiffsrestaurants in Berlin vergeben sollte, wäre der Klipper in Treptow ein ganz heißer Kandidat für die Top-Platzierung. Er liegt am Naherholungsgebiet Plänterwald in einer stillen Bucht der Spree. Man blickt auf die Insel der Jugend und die Liebesinsel in der Rummelsburger Bucht, und wenn man etwas Glück hat, kann man einem Wasserflugzeug beim Starten zusehen, das hier vertäut liegt.

Foto: Klipper-Berlin

Der Klipper ist ein restauriertes Segelschulschiff

Eigentlich ist der Klipper mehr als ein Schiffsrestaurant, denn angebaut an das zweimastige Segelschulschiff aus dem Jahr 1890 sind die Wasserterrassen und ein Seepavillon. Essen und sitzen kann man auf allen drei. Der Klipper ist quasi die Keimzelle des Restaurants auf dem Wasser an dieser Stelle. Nach einer Überholung liegt er seit 2001 hier. Man kann auf Deck sitzen oder im einstigen Laderaum, wo sich Küche, Bar, ein Gastraum für 40 Personen und ein Ofen befinden. Mit ihm wird dem Klipper im Winter eingeheizt – das Schiffsrestaurant ist das ganze Jahr über geöffnet.

Die Wasserterrasse und der Seepavillon

Die Wasserterrasse ist ein Holzanbau, eine Art Landungsbrücke, die das Ufer mit dem Segelschiff verbindet. Auf ihr sind Sitzgruppen unter Sonnenschirmen arrangiert, für kühle Abendstunden gibt es einen Außenkamin. Ein kleiner geschlossener Seepavillon für 30 Personen ergänzt die Anlage. Das Ensemble eignet sich auch für Familienfeste oder Firmen-Veranstaltungen. An schönen Wochenenden gehört es oft Familien und Naherholungssuchenden, die aus dem Plänterwald oder dem Treptower Park herüber kommen.

  • Schiffsrestaurant Klipper am Plänterwald, Bulgarische Straße, 12435 Berlin
  • Tel. 030 / 532 16 490,
  • Täglich 10–1 Uhr,
  • www.klipper-berlin.de
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4. Capt’n Schillow im Landwehrkanal

Foto: Capt’n Schillow

Nahe dem Charlottenburger Tor an der Straße der 17. Juni liegt diese Institution Berliner Wassergastronomie etwas versteckt auf dem Landwehrkanal. Gute Fisch- und Fleischkarte, den herzlichen Service gibt es gratis obendrauf bei Capt’n Schillow. Die Capt’n Schillow ist ein guter Platz für eine Pause nach einem Spaziergang im Großen Tiergarten oder auch nach dem Besuch des Flohmarktes auf der Straße des 17. Juni. Das Schiffsrestaurant liegt in Höhe des Charlottenburger Tores auf dem Landwehrkanal – im Grünen, doch ganz nah am Trubel der Stadt.

Auf der Capt’n Schillow sitzt man mitten im Tiergarten

Die Capt’n Schillow ist ein stillgelegter ehemaliger Lastensegler, der 1909 als eines der ersten Schiffe dieser Art aus Stahl gebaut wurde. Seit 1996 liegt er im Landwehrkanal als Restaurantschiff vor Anker. Die Atmosphäre an Deck des Schiffes am Rande des Tiergartens ist gemütlich, man blickt auf das Wasser, hat die Uferbäume hinter sich und hört Vögel zwitschern. Dennoch ist die Stadt nicht weit – die Straße des 17. Juni verläuft in unmittelbarer Nähe. Im Winter wird die Schillow übrigens beheizt – dann bollert ein Ofen im Rumpf und verströmt wohlige Wärme.

Gute Fischkarte im Schiffsrestaurant

Die Capt’n Schillow hat zwar keine besonders umfangreiche Karte, das, was drauf steht, wird aber mit Herzblut zubereitet. So werden die Fischgerichte gelobt, seien es der Havelzander, die Dorade oder auch der Fischteller. Auch die Salate fanden wir bei einem Besuch sehr lecker. Zudem sind die Preise relativ zivil – der Havelzander kostet 15,20 Euro. Auch wer die Hausmannskost der Küstenbewohner Deutschlands liebt, Labskaus, wird auf dem Schiff nicht enttäuscht (9,90 Euro). Man findet aber auch ein Rumpsteak, ein Kalbssteak und Bandnudeln auf der Karte. Zudem gibt es eine wechselnde Tageskarte mit günstigeren Gerichten.

Feiern und Fahrten mit dem Schwesterschiff Pauline

Das Restaurantschiff wird auch gerne für Familien- oder Firmenfeiern gemietet. Seit kurzem liegt neben der „Schillow“ der alte Hafenschlepper „Pauline“. Mit ihm werden Fahrten auf den Berliner Gewässern angeboten, mit oder ohne Dinner.

  • Capt’n Schillow, Straße des 17. Juni 113 (am Charlottenburger Tor), 10623 Berlin,
  • Tel. 030 / 31 50 50 15,
  • April–Dez: Mo–Fr 12–12–24 Uhr, Sa/So 10–24 Uhr;
  • Jan–März Mo/Di Ruhetag, Mi–Fr 17–23 Uhr, Sa/So 10–23 Uhr,
  • http://www.capt-schillow.de
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5. Alte Liebe auf der Havel

Foto: Promo
Foto: Promo

Die Alte Liebe auf der Havel ist das älteste Berliner Schiffsrestaurant. Seit 1925 serviert man deftige Gerichte. Der Sonnenuntergang ist unübertroffen.

Der Name „Alte Liebe“ beschreibt sehr gut, worum es bei dem Schiffsrestaurant geht: um eine sehr lange Verbundenheit zum Wasser und zur Gastronomie auf dem Wasser. Seit 1925 gibt es das Restaurantschiff schon,

Das Schiffsrestaurant Alte Liebe ist ein perfekter Rastplatz

Die Alte Liebe ist ein perfekter Rastplatz nach einem längeren Spaziergang durch den nördlichen Teil des Grunewalds. Wer etwa zum Teufelsberg gegangen ist und zur Straße Am Postfenn weiterläuft, kommt nach längerer Zeit zur Havelchaussee. Wer es bis hierher geschafft hat, hat sich eine Rast verdient. Ziemlich genau auf  der Höhe der Kreuzung der beiden Straßen liegt die „Alte Liebe“ vor Anker. Das Restaurantschiff wird auch gerne von Radfahrern aufgesucht, die hier eine Pause auf ihrer Sonntagstour durch den Grunewald einlegen.

Schöner Blick auf die Havel

Von der „Alten Liebe“ hat man einen schönen Blick auf die Havel, vor allem die Sonnenuntergänge sind sehr romantisch. Weil die Havel an der Ankerstelle ziemlich breit ist, kann man sich fast etwas an der See wähnen – ein Tipp für alle, die ihre heimische Elbe vermissen.

Fischgerichte

Die Karte der Alten Liebe bietet viele Fischgerichte, von Matjes in verschiedener Zubereitung über Rotbarsch, Zander und Scholle bis hin zu frischer Forelle und Garnelenspießen. Die Fleischgerichte reichen vom panierten Schnitzel über diverse Steaks bis zum Filetteller mit Medaillons. Die Qualität ist solide, die Preise sind zivil, der Service verlässlich. Allerdings ist an Sonntagen bei schönem Wetter schnell voll auf dem Schiff.

Mit dem Bus zur Alten Liebe

Wem der Weg zu dem Schiffsrestaurant Alte Liebe zu weit, der kann auch mit dem Bus kommen. Die Linie 218 hält auf dem Weg nach Schildhorn an der Haltestelle Am Postfenn. Und wenn man zu Fuß gekommen ist, kann man den Bus nach Hause nehmen.

  • Schiffsrestaurant Alte Liebe, Havelchaussee 107, 14055 Berlin
  • Tel. 030 / 304 82 58,
  • www.alte-liebe-berlin.de,
  • April–Okt.: täglich 12–22 Uhr,
  • Nov.–März Do–So 12–19 Uhr, Mo–Mi geschlossen

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