Volvo V60 T6 Twin Engine AWD R-Design Foto: S. Moritz
Volvo V60 T6 Twin Engine AWD R-Design Foto: S. Moritz

Volvo V60 T6 Twin Engine AWD R-Design

Systemleistung 341 PS. Ein Wert der aufhorchen lässt und weiter überrascht. Angetreten ist der Volvo V60 T6 Twin Engine, um zu testen ob das Zusammenspiel aus Benzin- und Elektromotor im Alltag und auf Pendelstrecken zum Sparen an der Zapfsäule taugt.

Neben den Mild-Hybriden mit kleinem Elektromotor in anderen Modellen, übernimmt im T6 ein 87 PS Elektromotor den Antrieb der Hinterachse. Mit rund 50 Kilometern elektrischer Reichweite, würde die Kombination für die täglichen Fahrten ausreichen. Auf längeren Strecken steht noch der 253 PS starke Benziner und ein 60 Liter Tank zur Verfügung.

❏ Aussen

Volvo XC60 B4 Mild-Hybrid AWD Inscription Foto: S. Moritz
Volvo V60 T6 Twin Engine AWD R-Design        Foto: S. Moritz

Die zweite Generation des V60 bietet Volvo seit 2018 in Deutschland zum Kauf an. Den bekannten SUV-Verkaufsschlager XC60 konnten V60 und S60 bisher noch nicht vom Thron stoßen, was jedoch nicht an der Optik liegen kann.

Volvo XC60 B4 Mild-Hybrid AWD Inscription Foto: S. Moritz
Typisch für alle Volvo-Modelle ist die Signatur der Tagfahrleuchten        Foto: S. Moritz

Die Außenmaße von 4,76 m in der Länge liegen im Bereich der Konkurrenten aus München, Stuttgart und Ingolstadt. Wobei die perlmuttweiße Testversion in den markentypischen LED-Tagfahrleuchten (Licht Paket 950 €) und schwarz gehaltenen Zierleisten unverwechselbar im Rückspiegel auftaucht.

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19-Zöller sind beim Volvo V60 T6 R-Design optional      Foto: S. Moritz

Die Ausstattungsvariante R-Design fährt auf optionalen 19‘‘ Leichtmetallfelgen (570 € – Serie 18‘‘) vor und setzt im Vergleich zur Inscription-Variante optische Akzente durch das Weglassen von Chromzierrat, zwei trapezförmigen Endrohren und einer Tieferlegung um 1,5 Zentimeter. Eine weitere Kontrastmöglichkeit bieten die abgedunkelten Scheiben ab B-Säule (420 €) und das Panoramadach.

❏ Innen

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Feingemachter Innenraum        Foto: S. Moritz

Innen gefallen die Alu-Einstiegs und Zierleisten, die der sachlichen, skandinavischen Designlinie folgen. Serienmäßig an Bord sind Sportsitze mit feststehender Kopfstütze, Sportlenkrad und das 12,3‘‘ große Digitaldisplay.

Letzteres bietet variable Rundinstrumente und eine weitere Darstellungsmöglichkeiten für die Navigationskarte oder Fahrinformationen. Wem dies nicht reicht, der kann zusätzlich noch das Head-up-Display ordern.

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Maximal 1.440 Liter passen in den Kofferraum vom Volvo V60        Foto: S. Moritz

Auf der Rückbank finden auch Großgewachsene auf längeren reisen eine bequeme Sitzposition und das Kofferraumvolumen ist mit 529 Litern vom Lithium-Ionen-Akku nicht beeinträchtigt. Der Laderaum ist eben und kann bei Bedarf auf 1.440 Liter erweitert werden.

❏ Assistenzsysteme + Infotainment

Volvos Tablet Bedienung in der Mittelkonsole hielt 2015 im XC90 Einzug und wurde anschließend in jede Baureihe implementiert. So auch im V60. Lediglich einige wenige Schalter haben es ins Cockpit geschafft. Die Bedienung der Klimaregelung, der Sitzheizung, des Radios, und der Navigation, sind in drei Hauptmenüs verteilt oder per Direktwahltasten zu erreichen.

Apple CarPlay und Android Auto bieten weitere Möglichkeiten, das Display des Sensus Navigationssystem zu nutzen und sind problemlos integriert.

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Armaturenbrett à la Volvo       Foto: S. Moritz

Serienmäßig werfen die Schweden alles in den Ring, was an Assistenzsystemen nützlich ist und der Sicherheit dient. Das „City Safety System“ mit Kollisionsvermeidung, Fahrradfahrer- und Wildtiererkennung sowie Quer- und Gegenverkehr-Warnung wird um eine Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung ergänzt. Im Alltag reagieren die Systeme nicht übertrieben empfindlich, die Wahrnehmung vom Fahrer erfolgt dezent.

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Gelbes Kabel für das grüne Gewissen       Foto: S. Moritz
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Der Kabelanschluss liegt beim V60 vorne links      Foto: S. Moritz

Zusätzlich besteht die Möglichkeit weitere Systeme im IntelliSafe Pro-Paket (1.750 €) zu ergänzen. Anschließend verfügt der V60 über Totwinkelwarner, adaptiven Tempomaten und im PilotAssist Modus über die Möglichkeit assistiert zu fahren. Dann hält der Volvo automatisch die Spur und den Abstand zum vorausfahrenden Verkehr.

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Rückspiegel auf der Tür montiert      Foto: S. Moritz

❏ Motor und Fahrverhalten

Zurück zum Motorenverbund. Der V60 lädt in 3 Stunden bei 16A und in 8 Stunden bei 6A und verleitet zu der Rechnung, ob der Wagen nicht für die tägliche Pendelstrecke zur Arbeit reinelektrisch bewegt und dort für die Rückfahrt wieder geladen werden kann. Hier ist die Paradedistanz für Plug-In-Hybride und die 11,6 kWh Gesamtkapazität ist für diese Distanz ausgelegt.

Volvo XC60 B4 Mild-Hybrid AWD Inscription Foto: S. Moritz
Volvo V60 T6 Twin Engine AWD R-Design         Foto: S. Moritz

Im Test zeigt der V60, dass es bei behutsamer Fahrweise möglich ist, diese Distanz zu erreichen. Andernfalls schaltet sich leise der Verbrenner dazu und es bereitet Freude das Zusammenspiel zu erleben. Der Testwagen fuhr noch eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h, die Volvo zukünftig über alle Modelle auf 180 km/h limitiert. Ob danach noch 341 PS Systemleistung gebraucht werden, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Die beiden Endrohre sind beim Volvo V60 echt       Foto: S. Moritz

Die Achtgangautomatik schaltet souverän und der Wagen erreicht nach 5,4 Sekunden von 0 auf 100. Ein zwei schneidiges Schwert ist der Durchschnittsverbraucht. Bei permanent leerem Akku sind Verbräuche von 10 Litern normal, im disziplinierten Verbundbetrieb standen am Ende des Testzeitraums je 2,5 Liter und 15 kWh auf der Verbrauchsanzeige.

❏ Fazit – Volvo V60

Der kräftige V60 bereitet in jeder Fahrsituation Spaß, wobei ein Kauf der Plug-In-Variante derzeit noch keine merklichen Einsparungen bedeuten. Wer kostenlos oder bezuschusste Lademöglichkeiten hat, findet im V60 jedoch eine Interessante Alternative zum Diesel.

Der Testwagen wurde von Volvo zur Verfügung gestellt.

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