Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda
Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda

Skoda Superb Combi Sportline 2.0 TDI


Skoda produziert sein Spitzenmodell Superb mit großen Erfolg in Kvasiny (Tschechin). 2018 wurden erstmals mehr als 300.000 Fahrzeuge dort produziert und bei einigen Modell-Varianten sind längere Lieferfristen für den Kunden nicht ausgeschlossen. Das spricht für seine Beliebtheit. Seit 2001 gibt es den Skoda Superb und mittlerweile fährt die 3. Generation auf den Straßen.

❏ Skoda Superb Combi – Karosserie

Skoda hat den zeitlos eleganten Superb Kombi als Sportline-Variante in der Uni-Lackierung „Stahlgrau“ und ohne Chromelemente als Testwagen zur Verfügung gestellt. Die Uni-Lackierung, die schwarzen Applikationen sowie der chromfreie Frontgrill lassen den Superb sportlich-elegant auftreten und verleihen der Karosserie einen souveränen Stand.

Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda
Die Front kommt ohne Chrom beim Skoda Superb Sportline aus        Foto: Skoda

Das Design ist weder aufdringlich, noch verwechselbar und konzentriert sich darauf die 4,86 Meter Länge in den Mittelpunkt zu stellen. Wobei die Farbe den äußerlichen Auftritt mehr nach Sport- als Lederschuh aussehen lässt. Ebenfalls zur Serie gehören in der Sportline-Variante die 19 Zoll Räder, mit denen der Skoda im Seitenprofil gut proportioniert wirkt. Zu den größten Stärken des Superb zählen jedoch die inneren Werte.

Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda
Stimmige Seitenproportion beim Skoda Superb Combi Sportline     Foto: Skoda

❏ Innen

Der wichtigste Wert vorneweg: 660 Liter Gepäck fasst das Ladeabteil und somit 95 Liter mehr als der aktuelle Audi A6 Avant. Wohl auch deshalb sieht man den Superb meistens in der beliebten Kombi Version auf den deutschen Straßen und seltener in der Fließheckvariante.

Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda
Große Klappe, viel dahinter – Skoda Superb Combi       Foto: Skoda

Warum auch, der Superb ist in Sachen Laderaum und Beinfreiheit auf der Rückbank ein Meister seiner Klasse, auch beim Radstand: 2,84 Meter. Für die Fahrt zu IKEA stehen bei umgelegter Rückbank 1.950 Liter Ladevolumen zur Verfügung und die Heckklappe schließt für 170 Euro sogar elektrisch.

Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda
Skoda Superb Combi Sportline auf Wunsch mit elektrischer Heckklappe        Foto: Skoda

Vorne platzgenommen, fallen das große Multimedia Display und die gute Verarbeitung ins Auge. Die Sportline-Variante verleiht dem Innenraum zusätzlichen Flair. Hier sind sowohl die Türinnenverkleidungen, als auch die Sitze mit Mikrofaser bezogen und der Dachhimmel ist schwarz gehalten.

Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda
Skoda Superb Combi Sportline mit Ledersitzen       Foto: Skoda

Vorne nimmt man auf Sportsitzen mit Integralkopfstützen Platz, die auch großen Fahrern auf langen Strecken eine bequeme Sitzposition bieten. Der Sitzkomfort, die große Beinfreiheit und die Ruhe im Skoda machen auf langen Strecken leider sehr schnell einsam. Denn Mit- und Beifahrer quittieren das leise Gleiten häufig durch schläfrige Abwesenheit.

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Mülleimer in den Seitentaschen beim Skoda Superb Combi        Foto: Skoda

❏ Ausstattung & Assistenzsysteme

Gelegenheit genug um sich mit dem Infotainment und den Assistenzsystemen auseinanderzusetzen. Das eigene Handy wird serienmäßig, per induktiver Ladestation, mit Strom versorgt und spielt über Bluetooth anstandslos die aktuelle Spotify-Playlist ab. Hierbei beschallt das Canton Soundsystem die Mitfahrer stets neutral und kann je nach Präferenz auch angepasst werden.

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Notruf im Dachhimmel        Foto: Skoda

Auf der Autobahn entlasten einen derweil der Abstandstempomat und der Spurhalteassistent. Letzterer lässt den Superb jedoch häufig zwischen den Fahrbahnmarkierungen pendeln und sollte wirklich nur als Assistent verstanden werden. Pendler und häufige Nachtfahrer werden den adaptiven Fernlichtassistenten schätzen lernen. Dieser blendet den Gegenverkehr selektiv aus und ermöglicht längere Fernlichtfahrten mit den Bi-Xenon-Scheinwerfern.

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Der Monitor ist etwas zu tief positioniert      Foto: Skoda

Mit dem serienmäßigen DCC Fahrwerk liefert der Superb in der Sportline-Variante eine weitere Möglichkeit, den Schlaf seiner Mitfahrer nicht unnötig zu verkürzen, wenn die Einstellung „Comfort“ oder „Normal“ gewählt ist. Diese kann auch über den großen Monitor es Infotainment-System geschehen, der ebenfalls das tadellose Bild der Rückfahrkamera (320 Euro) anzeigt.

Diese ist auch zu empfehlen, da in städtischen Parkbereichen die vorhandene durchschnittliche Parkplatzgröße selten mit den Skoda-Außenmaßen harmoniert und es bisweilen eng beim Einparken wird.

Skoda Superb Combi Sportline Foto: Skoda
Skoda Superb Combi        Foto: Skoda

❏ Motor

400 Newtonmeter maximales Drehmoment erreicht der 2.0 Liter Turbodiesel mit 140 kW schon bei 1.750 Touren im getesteten Skoda Superb Combi Sportline mit 7-Gang-DSG. Genug um ihn souverän in 8,4 Sekunden auf 100 km/h Reisegeschwindigkeit zu bringen. Die Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h wurde auf der Strecke von Frankfurt nach Berlin ebenfalls häufiger erreicht, wobei der Wagen sich beim Spritverbrauch sehr genügsam zeigte und dieselbe Tour ohne Tankstop auch noch einmal zurückgeschafft hätte.

Dabei sorgte der SCR Kat aber nur für eine Euro 6 Emissionsklasse. Der Motor klang nie aufdringlich und das Siebengag-DSG-Getriebe verrichtete seinen Dienst ohne Beanstandungen.

❏ Fazit

Für 43.550 Euro mit 2.0 Liter Turbodiesel und in der Sportline-Variante ist der Skoda ein souveräner Allrounder. Es ist jedenfalls schwer Vorstellbar, dass dieser Wagen jemals eine schlechte Figur macht, die nicht auf den/die Fahrer/in zurückzuführen ist. Der Käufer erhält einen souveränen Langstreckengleiter, der ab und zu seine Sportlichen Nuancen aufblitzen lässt und dabei einen hohen Nutzwert liefert.

In Kürze erhält der Skoda Superb ein Facelift. Neben leichten optischen Veränderungen werden auch neue Motoren zum Einsatz kommen. Erstmals erhält der Superb dann auch einen Plug-in-Hybrid-Antrieb.

Der Testwagen wurde von Skoda zur Verfügung gestellt.

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