Deutschland

22 Top Sehenswürdigkeiten in Freiburg im Breisgau

Freiburg liegt im Herzen von Südbaden am Rande des Schwarzwaldes nur drei Kilometer entfernt von der französischen Grenze.  Die mittelalterliche Stadt zählt zu den schönsten Städten in Deutschland. Über drei Millionen Besucher kommen jährlich in die mittelalterliche Universitätsstadt, nur um sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Freiburg anzusehen.

Als viertgrößte Stadt von Baden-Württemberg ist Freiburg besonders für seinen Münster bekannt. Der Turm des Wahrzeichens erhebt sich 116 Meter über der Stadt.  Insbesondere die historische Altstadt mit dem Freiburger Münster und dem kleinen Bächle locken Schwarzwaldbesucher an. Zudem gilt Freiburg als wärmste Großstadt Deutschlands. Inmitten der Weinberge von Baden-Württemberg ist die Studentenstadt von zahlreichen Wanderwegen umgeben, ist Freiburg ein guter Ausgangspunkt  für Streifzüge durch den Schwarzwald.

Für deine nächste Städtereise haben wir hier einige der schönsten Freiburger Sehenswürdigkeiten zusammengefasst:

1. Der Freiburger Münster

Das Freiburger Münster ist ein Meisterwerk der Gotik

Im 13. Jahrhundert als romanische Kirche begonnen, sollte das beeindruckende Freiburger Münster weitere 300 Jahre dauern.

Trotz der Zerstörungen rund um den Münsterplatz im Jahr 1944 kam das Münster mit nur geringen Schäden überstanden. Bereits im Jahre 1869 beschrieb der Schweizer Historiker Jacob Burckhardt den 116 Meter hohen Turm als den schönsten der Welt.

Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1330 war der Turm drei Jahre lang auch der höchste der Welt und ist eine hohle, stark verzierte Masse aus Maßwerk und Zinnen.

Allein die Kunstfertigkeit an der Fassade ist erstaunlich: Das Tympanon an der westlichen Portalhalle wird mit 418 Steinfiguren das Jüngste Gericht dargestellt die Ende des 13. Jahrhunderts geschnitzt wurden.

Im Inneren sehen Sie das Renaissance-Altarbild von Hans Baldung Grien und erklimmen Sie den Turm, um die Aussichtsplattform in 70 Metern Höhe zu erreichen.

2. Die Altstadt von Freiburg

Blick in die Altstadt von Freiburg im Breisgau

Vor dem Zweiten Weltkrieg prägten dicht gedrängt, kleine mittelalterliche Bauten den Stadtkern von Freiburg. Neben einiger historischer Bauwerke dominierten das Münster und zahlreiche Bürgerhäuser das Stadtbild.

1944 bei einem Bombenangriff fast vollständig zerstört, wurde die nur knapp einen Quadratkilometer große Altstadt in liebevoller Kleinarbeit wieder aufgebaut.

Heute steht Freiburgs überwiegend autofreie Altstadt unter Denkmalschutz. Die kopfsteingepflasterten Gässchen, Tore und historischen Bauwerke ziehen jedes Jahr über drei Millionen Besucher an.

Neben den historischen Wahrzeichen wie Münster, Bächle, Bertoldsbrunnen und Reiterdenkmal locken zahlreiche Restaurants, Wirtshäuser, Wein- und Bierstuben vor allem junge Leute in das historische Stadtviertel. Denn immerhin ist Freiburg auch eine Universitätsstadt mit rund 25.000 eingeschriebenen Studenten.

3. Der Markt auf dem Münsterplatz

Der Münstermarkt rund um Freiburgs Wahrzeichen hat täglich ab 7:30 Uhr geöffnet

Rund um den Münster befindet sich eine 10.000 qm gepflasterte Fußgängerzone, umgeben von historischen Gebäuden. Hier findet täglich außer Sonntags der Münstermarkt statt.

1944 wurde der Platz durch Bomben fast vollständig dem Erdboden gleichgemacht, neben dem Münster blieb das historische Kaufhaus und das Wentzingerhaus am südlichen Platzrand erhalten.

Vor dieser pittoresken Kulisse bieten rund um das Münster bis zu 100 Händler regionale Produkte aber auch Imbiss, exotischen Gewürze und Kunsthandwerk an. An Samstagen ist die Auswahl sogar noch größer, dann sind bis zu 180 Stände mit den unterschiedlichsten Angeboten aufgebaut.

große Auswahl und eine beeindruckende Komposition aus Farben und Gerüchen ziehen viele Touristen an. Aber auch viele Einheimische schätzen den Markt, aufgrund der vielen frischen regionalen Produkte der Freiburger Direkterzeuger.

4. Das Jazzhaus Freiburg

 

Jazzhaus Freiburg

Schon Ende der 1980er Jahre hat man den alten Weinkeller unter dem Goethe-Institut am Rande der Altstadt zum Jazzhaus Freiburg umgebaut. Seitdem werden dort regelmäßig Live-Konzerte und Partys veranstaltet.

Der legendäre Jazzkeller ist 300 qm groß und bietet Platz für bis zu 200 Personen. In dem Backsteingewölbe treten neben Jazzmusikern auch Künstler aus dem Genre Rock, Hip Hop bis Folk auf.

Gibt es keine Konzerte, öffnet das Jazzhaus am Wochenende. Je nach Motto wird dann Musik aus der Konserve aus den 60er bis zu den 90er gespielt.

Eine rechtzeitige Reservierung der Karten ist empfehlenswert.

Jazzhaus Freiburg
Schnewlinstr.1
79098 Freiburg im Breisgau

5. Freiburger Bächle

Gummistiefel im Wasser mit Blumen in der Stadt Freiburg. Touristenattraktion im Stadtzentrum

Wer durch die Altstadt von Freiburg spaziert, dem fallen sofort die Rinnsteige im Kopfsteinpflaster auf. Die kleinen Wasserstraßen werden von der Dreisam gespeist und werden von den Einheimischen Bächle genannt.

Dieses einzigartige Bewässerungssystem existiert schon seit 13. Jahrhundert in der Stadt. Im Mittelalter diente das Wasser hauptsächlich zur Brandbekämpfung und Versorgung wie Gerber und Färber mit Wasser. Heute gehören sie den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und verhelfen im Sommer zur Abkühlung.

Die urigen Kanäle haben insgesamt eine Länge von 15,5 Kilometer, davon 6,4 Kilometer unterirdisch. An der Fischerau und Gerberau, im Ortsteil der Handwerker, ergießen sich die kleinen Bächlein in eine ansehnliche Wasserstraße.

6. Klein Venedig in Freiburg

Klein Venedig in Freiburg im Breisgau

Während sich die Dreisam quer durch Freiburg schlängelt, wurde mittels der Bächle Brauchwasser durch die Stadt geleitet. Zusätzlich zweigte man das Wasser des Flusses ab und leitete es in sogenannten Runzen durch Kanäle, wie dem heutigen Gewerbekanal.

Viele Gewerbe brauchten das Wasser zur Ausübung ihres Handwerks: Getreide- und Ölmüller, Gerber, Färber, Metzger, Glasbläser, Bierbrauer und Bader. Fischer benutzten das Wasser zur Kühlung.

Später wurde dann Wasserkraft von Schmieden, Edelsteinschleifern, Drechslern sowie Papiermüllern und Buchdruckern gebraucht.

All diese Handwerker lebten und arbeiteten in der „Schneckenvorstadt“. Dieser Name könnte von den schneckenförmigen Wendeltreppen an den früheren Häusern stammen oder auch von dem neben dem Schneckentor gelegenen Gasthaus “Zum Schnecken”.

Entlang des Gewerbebachs siedelten sich zwischen Martinstor und Schwabentor vorrangig Fischer und Gerber an. Die pittoresken Kopfsteinpflaster-Gässchen Fischerau und Gerberau bilden heute ein beliebtes Ausgeh-Viertel mit kleinen Restaurants und Handwerksläden, das die Freiburger liebevoll Klein Venedig nennen.

Früher gabelte sich der Gewerbebach am Greiffeneggring. Beide Arme vereinigten sich später beim Augustinerplatz wieder. Auf der so entstandenen Insel betrieb der Ölhändler Friedrich Buisson ab 1907 sein Handelsgeschäft, an das er ein Schild „Ölmühle“ hängte. Ein weiterer Name, der das Stadtviertel bis heute prägen sollte.

7. Das Historische Kaufhaus

Das historische Kaufhaus in Freiburg im Breisgau

An der Südseite des Münsterplatzes steht das alte historische Kaufhaus, das ursprünglich als Marktlager für die Zollabfertigung errichtet wurde. Es ist eines  der wenigen Bauwerke, die bei dem Bombenangriff 1944 verschont geblieben ist.

Der prachtvolle Renaissancebau ist mit seiner purpurroten Fassade und seinen glasierten gemusterten Kacheln an den Erkern nicht zu übersehen. Die Skulpturen zwischen den Fenstern der Vorderfront stellen Kaiser Maximilian I., seinen Sohn König Philipp den Schönen sowie dessen Söhne, den Römischen Kaiser Karl V. und den Römischen König und späteren Kaiser Ferdinand I. dar.

Das Historische Kaufhaus in Freiburg, mit seinen prächtigen Skulpturen habsburgischer Kaiser, ist eines der imposantesten Gebäude der Stadt und befindet sich auf der Südseite des Münsterplatzes in unmittelbarer Nähe der Kathedralkirche Freiburger Münster und des Hauses der Badischen Weine Alte Wache.

Der Kaisersaal ist der bedeutendste Innenraum und dient heute mit einer Personenkapazität von bis zu 300 Personen als repräsentativer Veranstaltungsort. Das Unternehmen stellt die historischen Räumlichkeiten für Tagungen und ganz unterschiedliche Veranstaltungen zur Verfügung.

Historisches Kaufhaus Freiburg
Besichtigung von innen ausschließlich während stattfindender Veranstaltungen möglich.

Münsterplatz 24
79098 Freiburg im Breisgau
www.historischeskaufhaus.freiburg.de

8. Schwabentor

 

Das Schwabentor in Freiburg

Das Schwabentor ist das jüngere der beiden mittelalterlichen Stadttore Freiburgs. Es wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und befindet sich an der ältesten Kreuzung der Dreisam.

Der dreistöckige Treppenturm aus rotem Sandstein und die Fachwerkanbauten stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Auf der Stadtseite ist ein barockes Gemälde eines Schwäbischen Kaufmanns aus dem Jahr 1672 zu sehen. Der Legende nach soll dieser Kaufmann versucht haben, Freiburg mit Gold zu kaufen, die von seiner Frau jedoch zum Glück durch Sand und Kieselsteine ​​​​ersetzt worden waren.

Über der Tordurchfahrt befindet sich die Figur eines Knaben, der sich einen Dorn aus dem Fuß zieht. Der sogenannte Dornauszieher soll ein Symbol für Reisende sein, nicht vom rechten Weg abzukommen.

9. Altes und neues Rathaus

Das neue Rathaus mit dem Glockentürmchen

Wie viele wachsende Städte, hatte auch Freiburg mit zunehmender Bevölkerungszahl das Problem, dass der Platz für die Gerichtsbarkeit irgendwann nicht mehr ausreichte. Aus der Gerichtslaube wurde das alte Rathaus, dem später dann das neue Rathaus hinzugefügt wurde. So wuchs das Freiburger Verwaltung stetig und ist mittlerweile über 16 Standorte in der Stadt verteilt.

Die wichtigsten und bekanntesten Gebäude findest du am Rathausplatz. Das Alte Rathaus wurde gegen Ende der 1550er Jahre im Renaissancestil erbaut.

Gleich nebenan befindet sich das Neue Rathaus, das aus zwei Bürgerhäusern besteht, die durch eine Arkade miteinander verbunden sind.

Im Alten Rathaus ist heute das Freiburger Tourismusbüro untergebracht. Sehenswert ist auf jeden Falls das Glockenspiel, das täglich im Verbindungsbereich läutet. Zudem finden im Keller und Innenhof des neuen Rathauses in den Sommermonaten viele Theateraufführungen statt.

Blick auf die Hauptfassade des Alten Rathauses

Altes und Neues Rathaus sind durch einen Übergang verbunden, schließlich wurde hier der Gebäudekomplex wegen Platzmangels erweitert. Doch inzwischen fand man heraus, dass es preiswerter für die Stadt sei, ein neues Technisches Rathaus zu bauen, das sämtliche Ämter von mehreren Standorten aufnehmen kann.

10. Das Wallgraben-Theater in der Rathausgasse

Das Wallgraben-Theater in Freiburgs Rathausgasse – Von Wikipedia Flominator, CC BY-SA 3.0, Link

Das Wallgraben Theater von Freiburg im Breisgau wurde 1953 in einem ehemaligen Wein- und Luftschutzkeller im Hinterhof der Wallstraße als kleines Kellertheater von einer Gruppe theaterbegeisterter Studenten gegründet. 1973 zog das Theater in den Keller des Neuen Rathauses in der Rathausgasse um.

Mit nun 100 Sitzplätzen war es das erste Theater, welches 1975 Loriot-Sketche auf die Bühne brachte.

Die meisten Aufführungen beginnen 20 Uhr.
Tickets kann man hier kaufen: www.wallgraben-theater.com/tickets

11. Die Universität von Freiburg

Blick auf den Eingang das Kollegiengebäude I der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau  © Gina Janosch auf Pixabay

Bereits 1457 gegründet, zählt die Albert Ludwigs Universität Freiburg zu den ältesten Universitäten Deutschlands. Die Einrichtungen der Universität sind über verschiedene historische Gebäude der Innenstadt verteilt. Imposant und definitiv ein Hingucker ist aber auch die neue moderne Universitätsbibliothek.

Freiburg im Breisgau, Universitätsbibliothek

Die Hochschule verfügt über die besten deutschen Akademien mit mehr als 24.000 Studierenden. Hier werden an elf Fakultäten unter anderen Theologie, Jura und Medizin gelehrt. Das Universitätsklinikum von Freiburg ist eines der größten medizinischen Einrichtungen Europas.

Wer nun glaubt, dass Bibliotheken seit der Erfindung des Internets der Vergangenheit angehören, wird in der modernen Universitätsbibliothek von Freiburg eines Besseren belehrt. In Spitzenzeiten werden hier 12.000 Besuche täglich gezählt.

Somit reichen die 1.750 Arbeitsplätze bei weitem nicht aus. Die Studenten klagen mittlerweile über Platzmangel.

12. Decker Biergarten Garage

Deckers Biergarten Biergarten

Die Decker Garage ist ein uriger Biergarten in einem Hinterhof des Freiburger Stadtteils Haslach. Gemütlich selbst gebaute Möbel und ein großer Selbstversorger-Grill Laden hier zum Verweilen ein. Wer auf alte Autos steht, findet auf dem Hof eine Werkstatt, die sich auf alte VW Busse spezialisiert hat.

Decker Bier ist ein Netzwerk aus verschiedenen Kleinstbrauereien der Region

An der Theke gibt es handgemachtes Bier sowie Craftbeer aus der Region. Neben den hauseigenen Decker-Bieren werden aber auch andere Hopfenspezialitäten aus Freiburg und dem Schwarzwald angeboten.

Besucher können sich Grillfleisch mitbringen und es direkt vor Ort an einem offenen BBQ selber grillen. Teller und Besteck bekommt man gegen eine kleine Spülgebühr an der Theke.

Dazu werden hier in regelmäßigen Abständen kleine Konzerte und Events veranstaltet.

Die entspannte Atmosphäre des Biergartens ist unschlagbar. Deckers Garage sollte ganz oben eurer Bucketliste für Freiburg stehen.

Öffnungszeiten: Freitags und Samstags 17 bis 23 Uhr

12. Das Augustiner Museum

Die neue Skulpturenhalle im Augustiner Museum – Foto von Gerhard51 Gerhard Dangel, CC BY 3.0, Link

Unweit des Marktplatzes zwischen Martinstor und Schwabentor findet ihr das Augustinermuseum. Das ehemalige Augustinerkloster am Augustinerplatz wurde nach langjähriger Sanierung zu einer stilvollen Galerie für Kunst vom Mittelalter bis Barock umgebaut.

Majestätisch wirkt die neue Skulpturenhalle mit den geschnitzten Propheten, die entlang der Säulen in Reihen angeordnet sind.

Auf zwei Etagen darüber werden original mittelalterliche Glasmalereien aus dem Freiburger Münster präsentiert.  In der Galerie im Obergeschoss sind Werke deutscher Renaissance-Meister ausgestellt.

Die im Museum für Stadtgeschichte im Wentzingerhaus ausgestellten Exponate stammen ebenfalls aus dem Fundus des Augustinermuseums.

13. Archäologisches Museum Colombischlössle

Das Colombischlössle in Freiburg

Von den ältesten Kunstwerken Südbadens bis zum mittelalterlichen Freiburg: Das Archäologische Museum im Colombischlössle verführt zu einer Reise durch die Jahrtausende.

Ob altsteinzeitliche Frauenstatuetten, Kostbares aus keltischen Fürstengräbern, Zeugnisse römischer Errungenschaften oder regionale Funde aus dem Frühmittelalter – die Originale werden anschaulich präsentiert. Modelle und interaktive Stationen verdeutlichen die Lebensumstände jeder Epoche. Wechselnde Sonderausstellungen zu besonderen Themen runden das Repertoire ab.

Das Museum bietet ein vielfältiges Programm für Erwachsene, Familien und Schulklassen. Bei einer römischen Modenschau, bei Kostümführungen oder in der experimentellen Steinzeit-Werkstatt können Menschen aller Altersgruppen Archäologie erleben.

Archäologisches Museum Colombischlössle
Rotteckring 5
79098 Freiburg im Breisgau

Öffnungszeiten
Dienstag–Sonntag, 10–17 Uhr
Mittwoch, 10–19 Uhr

Eintritt: 5 Euro

14. Haus zum Walfisch

Haus zum Walfisch © Flominator CC BY-SA 2.0, Link

Dieses elegante spätgotische Bürgerhaus wurde in 1510er Jahren von Jakob Villinger von Schönenberg, dem Großschatzmeister des Heiligen Römischen Kaisers, in Auftrag gegeben.

Fragt sich nun wie ein Walfisch in den Schwarzwald kommt? Jedenfalls wurde das Gebäude schon 1565 als „Zum Walfisch“ im Herrschaftsrechtsbuch von Freiburg eingetragen. Laut dem Freiburger Historiker Peter Kalchthaler könnte der Name aus einer Verbindung zur biblischen Geschichte von Jona und dem Wal stammen.

In den folgenden Jahrhunderten residierten einige bedeutende Persönlichkeiten im Haus zum Walfisch.

Der niederländische Humanist Erasmus wohnte hier zwischen 1529 und 1531, während Kaiser Ferdinand I. das Haus um 1562-63 nutzte. Und wer zufällig ein Fan des Regisseurs Dario Argento ist, kennt das Walhaus als Kulisse für die Tanzschule im Horror-Schocker Suspiria aus dem Jahr 1977.

15. Uniseum

Uniseum in Freiburg im Breisgau

Das Uniseum Freiburg ist das Universitätsmuseum der Albert-Ludwigs-Universität und liegt im Herzen Freiburgs auf der Bertoldstraße.

Auf über 1.000 qm erstreckt sich die Dauerausstellung des Museums und ermöglicht dem Besucher einen Spaziergang durch sechs Jahrhunderte Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.

Nach dem Konzept „Staunen – Forschen – Lehren“ kann der Besucher die Forschungsarbeit und Lehre der Universität von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis heute entdecken und durch einige Interaktivstationen in eine kleine universitäre Erlebniswelt eintauchen.

Das Uniseum Freiburg ist nicht nur ein klassisches Führungsmuseum, sondern fungiert zugleich als Stätte der Kommunikation und Begegnung.

Das Forum im Erdgeschoss des Museums ist mit multimedialer Technik ausgestattet und bietet ausreichend Platz für 25 Personen. Ideal für Lehr- und Präsentations-veranstaltungen können vor dem Hintergrund der Universitätsgeschichte spannende Dialoge zwischen Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft entstehen.

Im historischen Bursenkeller des Uniseums wird der „kleine Festsaal“ mit 45 Sitzplätzen zu einem Begegnungsraum für besondere Feierlichkeiten, Konzerte, Lesungen oder Abschlusssitzungen in außergewöhnlichem Ambiente.

16. Der Mundenhof

Mit 38 Hektar ist der Mundenhof in Freiburg am Breisgau das größte Tiergehege in Baden-Württemberg

Am westlichen Stadtrand von Freiburg im Breisgau Mundenhof. Auf einer über 38 Hektar großen Ackerfläche wurde hier Baden-Württembergs größter Tierpark geschaffen.

Der früher landwirtschaftlich genutzte Naturerlebnispark, wurde in den letzten 100 Jahren von der Stadt gekauft und in ein Erholungsgebiet umgewandelt, die ländliche Ruhe im Park ist heute noch zu spüren.

Der durch Spenden finanzierte Freiberger Zoo wurde 1968 eröffnet und gewährt freien Eintritt.

Auf den weitläufigen offenen Koppeln werden Haus- und Nutztiere aus aller Welt gehalten. Aber es gibt auch Gibbons, Makaken, Braunbären, Alpakas, Lamas, Yaks, Emus und Strauße. Zudem findet man hier auch Gibbonaffen und Erdmännchen.

Ein alter Stall wurde zu einem Aquarium und Terrarium umgebaut und im Sommer dient der Park als Nistplatz für Störche.

Mit zwei großen Spielplätzen ist der Mundenhof ein vielbesuchtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern.

17. Die Markthalle

Die Markthalle Foto: Wikipedia CC BY-SA 3.0, Link

Nur einen Steinwurf vom Martinstor entfernt, gibt es eine kulinarische Attraktion, die sich am besten als internationaler Food Court beschreiben lässt.

Wo früher die Freiburger Zeitung gedruckt wurde, befindet sich heute die Freiburger Markthalle. In der geräumigen Arkade werden an über 20 Ständen regionale Spezialitäten und Köstlichkeiten aller Welt zubereitet. Besucher haben die Auswahl zwischen asiatischer, lateinamerikanischer, europäischer und orientalischer  Küche.

In dem hellen Saal duftet es lecker nach Essen und Kaffee. Eine Champagner-Bar sorgt an den Wochenenden für Stimmung und abends wird Live-Musik gespielt oder ein DJ legt auf.

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 8 bis 20 Uhr
Freitags und Samstags 8 bis 24 Uhr

www.markthalle-freiburg.de

18. Der Seepark Betzenhausen

Das Tempelchen am südwestlichen Seeufer des Seeparks Betzenhausen

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Freiburg ist der Seepark Betzenhausen. Hier wurden die ehemaligen Kiesgruben der Stadt in den 70er Jahren zu einer Parkanlage umgestaltet. Es entstand ein 35 Hektar großes Naherholungsgebiet, in dem 1986 die Landesgartenschau stattfand.

Mittelpunkt des Seeparks ist der etwa 10 Hektar große Flückigersee, an dessen Ufer der Biergarten am Seepark auch Tretboote verleiht.

Im Nordosten des Areals ragt der 15 Meter hohe Seeparkturm empor, von dem man eine tolle Sicht über die gesamte Parkanlage hat.

Das Highlight des Freizeitparks ist aber der 3600 Quadratmeter große Japanische Garten, der aufgrund der Städtepartnerschaft mit der japanischer Stadt Matsuyma angelegt wurde. In dem Garten wird ein Wasserlauf von der Quelle in den Bergen, durch Stromlandschaften bis hinab ins Meer dargestellt.

Im Osten befindet sich ein Rosengarten, der nach dem Stifter und Ehrenbürger Eugen Martin benannt wurde.

19. Der Freiburger Schlossberg

Hier ächzt die Seilbahn den Schlossberg hinauf

Schon im 11. Jahrhundert wurde auf dem 456 Meter hohen Schlossberg von den Zähringern eine Höhenburg errichtet. Sie sollte der Siedlung der Dienstleute und Handwerker am Fuße des Berges Schutz bieten.

Über die Jahrhunderte folgten Schlösser, Burgen und Befestigungsanlagen, die alle Kriegen zum Opfer fielen.

Schließlich ließ der österreichische Regierungspräsident Hermann von Greiffenegg 1805 auf den Trümmern seine Residenz errichten. Das von den Einheimischen genannte Greiffeneggschlössle ist heute ein Restaurant mit dem Kastanien-Biergarten. Der ehemalige Kanonenplatz wurde zu einer Aussichtsterrasse umgebaut, von dem man über den Weinberg bis zum Münster hinabblicken kann.

An der Nordseite des Berges eröffnete 1882 das Weinlokal Dattler, zu dem die Schlossbergbahn führt. Die 2008 eröffnete Standseilbahn ist eine der Hauptattraktionen von Freiburg und bringt die Besucher in drei Minuten vom Fuß des Berges hinauf zum Gipfel.

Übrigens wurden die Weinberge am Schlossberg schon vor der Gründung der Stadt Freiburg bewirtschaftet. Der nach Süden gerichtete Hang bietet ideale Bodenbedingungen und zählt zu den besten 100 Weinlagen Deutschlands.

20. Der Biergarten am Kanonenplatz auf dem Schlossberg

 

Vom Biergarten auf den Kanonenplatz hat man einen guten Blick auf das Münster

Wie schon erwähnt ist der Biergarten auf den Kanonenplatz am Schlossberg ein beliebtes Ausflugsziel der Freiburger. Ein kurzer Fußmarsch bringt euch vom Schwabentor über geschwungene Serpentinen hinauf zum Greiffenegg-Schlössle. Für Barrierefreiheit sorgt ein Aufzug im Berg.

Man kann den Kanonenplatz aber auch von Norden mit der Schlossbergbahn erreichen oder einfach den Bus nehmen.

Der legendäre Biergarten mit dem tollem Ausblick auf die Stadt ist nicht nur ein romantischer Ort für Verliebte. Hier machen auch Wanderer, Radler, Fotografen und Künstler halt und genießen ein Freiburger Bier.

Wer dann noch nicht genug hat, kann vom Kanonenplatz die 251 Stufen der Salzbüchsletreppe auf die Ludwigshöhe hinaufsteigen und vom Schlossbergturm einen Blick über das Breisgau und die Vogesen werfen.

www.greiffenegg.de/kastaniengarten

21. Schauinsland

Die Schauinsland-Bahn in Freiburg ist die längste Seilbahn Deutschlands

Südlichen von Freiburg erhebt sich ein 1.284 Meter hoher Schwarzwaldberg. Der Schauinsland, wie ihn die Einheimischen nennen, liegt nur fünfzehn Kilometer von der Altstadt entfernt und ist als Ausflugsziel mit einer Seilbahn zu erreichen.

Minütlich fahren die Gondeln nach oben, eine Fahrt dauert 15 bis 20 Minuten. Die Bergbahn verkehrt ganzjährig, schließt aber bei ungünstigen Wetterbedingungen.

Auf dem Berggipfel angekommen, hat man einen herrlichen Ausblick auf die Schwarzwaldberge und das Rheintal, westlich auf die Vogesen und nach Süden auf die Nordgipfel der Schweizer Alpen.

In dem heutigen Naturschutzgebiet wurde über 800 Jahre  Silber, Blei und Zink abgebaut. In Gipfelnähe befindet sich das Museumsbergwerk, in dem die Höhepunkte der Freiburger Bergbaugeschichte dokumentiert sind.

  • Wie lang ist die Schauinslandbahn? 3480 Meter …
  • Was kostet eine Fahrt mit der Schauinslandbahn? Die einfache Fahrt für einen Erwachsenen kostet 9,50 Euro.
  • Kann man mit dem Auto auf den Schauinsland fahren? Mit dem Auto oder Motorrad kann man bis fast zum Gipfel fahren.
  • Wie lange läuft man auf den Schauinsland? Rund 4 Stunden …

22. Europa-Park Rust

Europa-Park Rust

Hast du alle historischen Sehenswürdigkeiten in Freiburg angesehen? Dann hältst du sicher Ausschau nach weiteren Ausflugszielen außerhalb der Stadt.

Neben einer Tour durch den Schwarzwald bietet sich auch eine Tagesfahrt in den Europa-Park Rust an. Deutschlands größter Freizeitpark liegt Rheintal, nur eine halbe Autostunde nördlich von Freiburg. Mit fast sechs Millionen Gästen im Jahr ist er der meistbesuchte Freizeitpark im deutschsprachigen Raum.

Hier werden auf rund 950.000 Quadratmetern über 100 Attraktionen angeboten, Unter anderen die größte Achterbahn Europas, der ‘Silver Star’, die Reise durchs Weltall mit Eurosat, eine Wildwasserbahn, die Schweizer Bobbahn, der blue-fire Megacoaster, ein Kinder- Musical und 18 Länder-Themenbereiche bieten hier Spaß bis zum Abwinken.

Und als wäre das nicht genug, wurde 2019 außerdem die Indoor-Wasserwelt Rulantica mit 17 Wasserrutschen eröffnet.

Advertisement