Nissan Juke Foto: Nissan
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Nissan Juke 1.6 Tekna im Test

Dem Nissan Juke verleiht sein Mix aus einer höher gelegten Karosserie im Stile eines SUV und die coupéartigen Proportionen viel Aufmerksamkeit auf der Straße. Doch sein Nutzwert ist sehr eingeschränkt. Den Nissan-Entwicklern war wohl die Optik wichtiger, als die Funktionalität des Fahrteugs.

❏ Nissan Juke – Karosserie

Bereits aus einiger Entfernung wird auch nach fast 9 Jahren Bauzeit klar, dass der Nissan Juke sich keinem eindeutigen PKW Segment verpflichtet fühlt. Dazu tragen neben der Perleffekt-Lackierung „Vivid Blue“ auch die schwarzen Felgen aus dem 800 Euro teuren Exterieur Paket bei. Nicht weniger polarisierend wirken die zweigeteilten Scheinwerfer und die Front, deren Hauptmerkmal ein bis zu beiden Seiten laufender Kühlergrill ist.

Nissan Juke Foto: Nissan
Nissan Juke     Foto: Nissan

Dennoch bilden vermutlich die 75 Prozent der Deutschen, die das Auto nicht sonderlich schön finden, gerade den Nährboden für die ca. 10.000 Käufer im Jahr, die sich für einen Juke entscheiden.

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Zweigeteilte Scheinwerfer beim Nissan Juke      Foto: Nissan

Die Karosserie des Nissan Juke misst 4,13 Meter in der Länge, ist 1,76 Meter breit und 1,56 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,53 Meter.

❏ Innen

Hat man im Nissan Juke einmal Platz genommen, fallen die in Wagenfarbe lackierten Plastikverkleidungen auf, die man ggf. mit der Außenfarbe abstimmen sollte. Die Materialien gehen für einen Grundpreis von 16.490 (Testwagenpreis 24.890 Euro) in Ordnung und das Interieur Paket beinhaltet neben den farbigen Akzenten auch einen lederbezogenen Instrumentenblendenschutz und Türinnenverkleidungen aus Stoff. Die Sitze sind bequem und bieten genug Komfort.

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Lederbezogener Instrumentenblendenschutz im Nissan Juke      Foto: Nissan

Auf langen Strecken haben große Fahrer allerdings mit der nur höhenverstellbaren Lenksäule ihre Schwierigkeiten eine bequeme Sitzposition zu finden. Dennoch ist die Sitzposition auf den vorderen Plätzen angenehm tief. Anders ergeht es potenziellen Mitfahrern auf der Rückbank – der Juke ist eng geschnitten und bietet Menschen jenseits der 1,75 Meter Körpergröße genügend Gelegenheiten sich auf das Ende der Fahrt zu freuen.

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Farbige Akzente im Innenraum     Foto: Nissan

❏ Ausstattung & Assistenzsysteme

Die gefahrene Tekna Ausstattung beinhaltet neben dem Interieur Paket noch Ledersitze, Nissans „Connect“ Navigationssystem mit 5,8‘‘-Farbdisplay, ein „BOSE© Personal© Premium Sound System“ und diverse Fahrassistenzsysteme. Der Totwinkelwarner, Spurhalteassistent und die 360 Grad Rundumsicht funktionieren tadellos.

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Die Sitzposition ist nicht optimal im Nissan Juke      Foto: Nissan

Bluetooth- und USB-Verbindung von mobilen Geräten lassen sich einfach und problemlos herstellen. Spotify o.ä. Dienste können problemlos genutzt werden. Im Alltag lässt sich die Rückenlehne im Verhältnis 60:40 umlegen und ein Ladevolumen von 1.189 Litern erreichen. Im Normalbetrieb sind es 354 Liter im Kofferraum mit zweistufig höhenverstellbaren Ladeboden.

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Maximal 1.189 Liter Gepäckvolumen im Nissan Juke        Foto: Nissan

❏ Motor

Beim getesteten Modell handelt es sich um den 1,6 Liter Vierzylinder von Nissan mit Fronantrieb. Dieser leistet 112 PS, die im Stadtverkehr vollkommen ausreichen. In der Stadt war der Fahrspaß aufgrund des knackigen Getriebes und der kompakten Abmessungen besonders groß.

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Auf dem Beschleunigungsstreifen zur Autobahn muss man 12,5 Sekunden bis 100 km/h einplanen und der Nissan Juke hält bis 178 km/h VMAX im Verkehrsfluss mit. Allerdings fehlt dem Juke ein sechster Gang, somit steigen der Verbrauch (innerorts 8,7 Liter/100km, außerorts 6,5 Liter/100 km, gesamt 7,3 Liter/100km) und die Motorgeräusche jenseits der 130 km/h deutlich an. Für die Zukunft erreicht der Juke bereits die Abgasnorm Euro 6d-TEMP.

Den Nissan Juke gibt es in den Varianten Visia (16.490 Euro), Acenta (18.990 Euro), N-Connecta (20.890 Euro), Bose Personal Edition (22.490 Euro) und Tekna (22.890 Euro).

❏ Fazit

Der Nissan Juke ist ein Auto für Individualisten und mit seinen 16.490 Euro Grundpreis (Testwagenpreis 24.890 Euro) ein Schnäppchen, dessen Nachteile man bewusst in Kauf nimmt oder lieber zu weniger polarisierenden Crossover anderer Hersteller oder SUV im Nissan Sortiment greift.

Der Testwagen wurde von Nissan zur Verfügung gestellt.

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