Nissan Micra Foto: NISSAN
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Im Test: Nissan Micra Tekna mit Dreizylinder-Motor und 100 PS

Für den Nissan Micra sind seit 2017 Knutschkugeldesign mit Kulleraugen vorbei und durch scharfe Kanten ersetzt. Dazu spendiert Nissan in der Basis nun einen 1-Liter Dreizylinder mit 100 PS und vielerlei Möglichkeiten den Kleinwagen seinen persönlichen Wünschen anzupassen.

❏ Außen – Der Nissan Micra ist Erwachsen

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Nissan Micra      Foto: NISSAN

Die 5. Generation des japanischen Stadtflitzers versprüht im Stand eine Dynamik, die in engen Innenstädten nicht negativ auffallen wird. Hochgezogene Voll-LED-Scheinwerfer (600 Euro) sorgen in Kombination mit dem optionalen Außenpaket „Enigma Black (500 Euro) und farblich abgesetzten Front, Heck und Seitenleisten für einen gelungenen Auftritt, zu dem sogar die 17‘‘-Leichtmetallfelgen in schwarz passen.

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Nissan Micra: Voll-LED-Scheinwerfer kosten extra      Foto: NISSAN

Am Heck und der C-Säule geht es in einem Schwung weiter, denn in der letzteren gehen die Türgriffe der hinteren Türen stimmig ins Karosseriedesign über. Auf vier Metern Länge versteckt Nissan unbemerkt allerlei Assistenzsysteme, die man in dieser Klasse nicht unbedingt vermutet, denn die Metalliclackierung „Platinum Silver“ für 590 Euro und verdunkelte Scheiben ab B-Säule geben zunächst keinen Aufschluss über das Innenleben.

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Schwungvoller Auftritt: Nissan Micra        Foto: NISSAN

❏ Innen – Schöner Wohnen

Die getestete Variante „TEKNA“ (Grundpreis 19.790 Euro) wurde von Nissan um das Innenraum-Paket in Leder (1.000 Euro) erweitert. Gleich beim öffnen der Fahrertür fällt der hochwertig anmutende Innenraum auf. Durch die roten Teilleder-Akzente an Seitenwangen, Cockpit und Knieschutz baut sich ein angenehmer Kontrast zu den schwarzen Ledersitzen auf, die gleichsam einen bequemen ersten Eindruck machen.

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Schöner Wohnen im Nissan Micra       Foto: NISSAN

Platzgenommen wird auf einer Fahrerposition, die durch die serienmäßige Höhenverstellung des Fahrersitzes und Verstellmöglichkeiten der Lenksäule auch für großgewachsene Fahrer erträglich ist. Lediglich die Mittelarmlehne fehlt für die vollendete Langstreckentauglichkeit.

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Das Lederlenkrad im Micra liegt gut in der Hand    Foto: NISSAN

Serienmäßig lassen sich in der Ausstattung „TEKNA“ über das 7-Zoll Farbdisplay das „NissanConnect“ Navigationssystem, Apple CarPlay und Android Auto bedienen oder die Rückfahrkamera für das Parken in engen Innenstadtbereichen nutzen. Wer den Blick lieber komplett auf der Straße behalten möchte, nimmt die Eingaben über die Lenkradtasten vor oder bedient den Tempomat am Volant.

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Ein 7-Zoll Farbdisplay gibt es in der „TEKNA“-Ausstattung serienmäßig        Foto: NISSAN

Ablagemöglichkeiten hat Nissan im Innenraum clever verbaut und die Mittelkonsole zusätzlich mit einer LED-Ambientenbeleuchtung versehen. Wenn die Türgriffe gefunden sind und der Einstieg gelingt, geht es eine Reihe weiter hinten beengter zu.

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Die Rücklehnen im Nissan Micra können umgeklappt werden      Foto: NISSAN

Kürzere Routen auf der Rückbank zu verbringen, stellt gewöhnlich keine große Herausforderung an die Athletik der Mitfahrer dar. Andernfalls kann die Rückenlehne im Verhältnis 60:40 umgeklappt und die vorhandenen 300 Liter Stauvolumen auf 1.004 Liter erweitert werden.

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300 Liter passen in den Kofferraum       Foto: NISSAN

❏ Assistenzsysteme und Nutzwert

Neben Parksensoren (hinten) und einem Stopp-/Start-System sind zwei zusätzliche Pakete inkludiert. „Safety Paket“ und „Nissan Safety Shield“ ergänzen den Leistungsumfang um allerlei nützliche Assistenten. Ersteres beinhaltet Regensensor, Fernlicht-Assistent, Nebelscheinwerfer und Verkehrszeichenerkennung.

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Der Testwagen hatte u.a. einen Spurhalte-Assistenten      Foto: NISSAN

Letzteres erweitert die Sicherheitselemente um einen Spurhalte-Assistenten sowie eine Fußgängererkennung und bremst korrigierend. Problemlos gelingt die Smartphone Integration und die Nutzung von Audio-Streaming. Hierbei leistet sich das gut abgestimmte BOSE Audiosystem mit 6 Lautsprechern keine Schwächen für ein System in der Kompaktklasse.

❏ Motor und Fahrverhalten

Dreizylindermotoren neigen vielerorts nicht zur besonderen Laufruhe. Davon kann beim Micra keine Rede sein, denn der Fronttriebler nutzt die Kraft seiner 100 PS und 160 Nm weitgehend vibrationsfrei und startet bequem per Knopfdruck. Lauter wird es im Innenraum eher bei höheren Geschwindigkeiten, weil das Fünfgang-Schaltgetriebe einen sechsten Gang vermissen lässt.

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Nissan Micra       Foto: NISSAN

Längere Autobahnfahrten sind bei Richtgeschwindigkeit dennoch entspannt und das Landstraßentempo von 100 km/h ist nach 10,9 Sekunden erreicht. Dort kann das straffe Fahrwerk dann auch seine Stärken ausspielen. Im Innenstadtverkehr ist der Abrollkomfort und der allgemeine Eindruck auf keinen Fall unkomfortabel – der Micra also sehr gut auf den Alltag abgestimmt.

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Nissan Micra     Foto: NISSAN

An der Tankstelle konnten die angegebenen 4,6 l/100 km nicht ganz erreicht werden. Mit einem gemessenen Durchschnittsverbrauch von 5,2 l/100 km war der 1,2 Tonnen Kompaktwagen aber nicht weit entfernt.

❏ Fazit

Im Grundpreis gibt es den Micra ab 15.390 Euro und in der getesteten TEKNA Ausstattung startet der Kompakte bei 19.790 Euro. Dafür sind aber auch allerhand Extras bereits enthalten, somit stellt der Micra mit seinem hochwertigen Innenraum eine ernstzunehmende Konkurrenz im Kompaktsegment dar.

Der Testwagen wurde von Nissan zur Verfügung gestellt.

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