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Lueneburg
Lüneburg

Die 20 besten Sehenswürdigkeiten in Lüneburg

Welches sind die besten Sehenswürdigkeiten in Lüneburg? Die Hanse- und Universitätsstadt liegt an der Ilmenau südöstlich von Hamburg.

Berühmt und reich ist die Stadt schon im Mittelalter geworden, denn die ursprüngliche Siedlung aus der Bronzezeit wurde auf einem Salzberg errichtet.

Vom einstigen Reichtum Lüneburgs zeugen heute noch die rund 1300 Backstein-Giebelhäuser, die von Kriegen und Katastrophen weitgehend verschont geblieben sind. Somit blieb die mittelalterliche Altstadt nahezu vollständig erhalten und zählt heute als Touristenattraktion zu den schönsten Städten in Deutschland.

Die Mischung aus historischen Giebeln, romantischer Backsteingotik und seiner bunten Kneipen- und Studentenviertel machen Lüneburg zu einem beliebten Ziel für eine Städtereise.

Zudem liegt die historische Stadt am nordöstlichen Rand der Lündeburger Heide und dient für viele Besucher als Ausgangpunkt für Wander- und Radtouren durch diese märchenhafte Naturlandschaft.

Hier ist eine Auswahl der besten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten in Lüneburg.

Das Rathaus von Lüneburg

Das historische Rathaus von Lüneburg gehört mit seiner Gerichtslaube und dem Ratssaal zu den bedeutendsten Baudenkmälern Norddeutschlands.

Der Grundstein des mittelalterliche Gebäuds wurde bereits im Jahre 1230 gelegt, jedoch über die Jahrhunderte immer wieder erweitert und umgebaut.

Heute gilt es als das größte mittelalterliches Rathaus Norddeutschlands. Den Fürstensaal und die Räume mit den prächtigen Schnitzereien und Malereien aus den verschiedenen Epochen kann man auf einer Fürhung besichtigen.

Tickets gibt es bei der Touristen-Information im Rathaus.  Dort steht auch ein Bronze-Modell des alten Stadtkerns, der ebenfalls sehenswert ist.

Eintritt: 5,00 Euro

Am Sande
Am Sande, der zentrale Platz in Lüneburg

Wer den besonderen mittelalterlichen Charme von Lüneburg erleben möchte, sollte einen Abstecher zum „Im Sande“ machen. Der zentrale Platz ist gesäumt von historischen Bürgerhäusern mit gotischen Treppen- und Schneckengiebeln.

Im Osten ragt die St. Johannis Kirche empor und gegenüber dominiert die dunkelgraue Fassade der Industrie- und Handelskammer.

Im Mittelalter war der Platz noch mit Sand bedeckt, um den Kaufleuten das Manövrieren ihrer Pferde- und Ochsenkarren zu erleichtern, deshalb auch der ungewöhnliche Name.

Heute findet man auf dem kopsteingepflasterten Grund die Außenbereiche zahlreicher Cafés und Restaurants. Mit dem Mälzer Brau- und Tafelhaus und Schinkels Brauhaus sind sogar zwei Wirtshäuser mit selbstgebrautem Bier am Ort.

Lüneburg wurde auf Salz gebaut
Zwischen dem Marktplatz und dem Platz Am Sande, an dem sich der leicht schiefe Turm von St. Johannis erhebt, liegt das Haupteinkaufsviertel.

Weiter westlich schlängeln sich schmale Kopfsteinpflasterstraßen durch ein stilleres Altstadtgebiet, das Wohnviertel rund um die Michaeliskirche.

So manches Haus hier wirkt krumm und schief oder hat tiefe Risse: Der späte Tribut, den die Stadt für ihre salzige Glanzzeit zahlt.

Aufgrund des unterirdischen Salzabbaus senkte sich seit dem 19. Jahrundert das Gebiet zwischen der ehemaligen Saline und dem Kalkberg um mehrere Meter ab.

Dutzende Häuser fielen der immensen Erdbewegungen zum Opfer.

Deutsches Salzmuseum
Deutsches Salzmuseum, Lüneburg

Nachdem 1980 die Fördeung in der Lüneburger Saline eingestellt wurde, hat man die alten Produktionsstätten zu einem interessanten Museum umgebaut.

Im ehemaligen Siedehaus sowie im Eselstall erklären Ausstellungen die Geschichte der Saline Lüneburg sowie die mittelalterliche Salzgewinnung an den mit Holz befeuerten bleiernen Salzsiedepfannen.

Dieser älteste und früher größte Industriebetrieb Mitteleuropas ist durchaus einen Besuch wert.

Deutsches Salzmuseum
Sülfmeisterstraße 1
21335 Lüneburg

Eintritt: 8 Euro (ermäßigt 4 Euro)

www.salzmuseum.de

Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide ist ein 107.000 Hektar großer Naturpark in Norddeutschland westlich von Lüneburg.

Die 107.000 Hektar große Heide und Wiesenlandschaft zwischen Hamburg, Bremen und Hannover gehört zu den größten und schönsten Urlaubs-Regionen in Deutschland.

Das Herzstück bildet ein autofreies Naturschutzgebiet, in dem jedes Jahr im Spätsommer das Heidekraut die sanften Hügel in ein lila Blütenmeer verwandelt.

Schon seit den 1920er Jahren diente  Lüneburger Heide als farbenfrohe Kulisse für zahlreiche Filme. Vor allem in den 1950er Jahren entstanden hier dutzende Heimatfilme.

Die Landschaft des Nationalparks ist von einem ausgedehnten Netz von Wander- und Radwegen durchzogen. Dazwischen findet man zahlreiche romantische Heidedörfer mit malerischen Fachwerkgebäuden, die zusammen mit der faszinierenden Natur der Heide die Region zu einem der schönsten Urlaubsziele in Norddeuschland machen.

Von Lüneburg findet man die nächste Heidefläche in Amelinghausen, eine weitere Sehenswürdigkeit in der Nähe ist das Schiffshebewerk in Scharnebeck.

Das Schwangere Haus
Das Schwangere Haus

In der Waagestraße kann man eine weitere Kuriosität der Lüneburger Bautätigkeit besichtigen. Hier steht ein Haus, dessen Fassade sich mit der Zeit so verformt hat, das seine bauchige Form an eine Schwangere erinnert.

Grund für die Wölbung im Mauerwerk ist der Lüneburger Gips des Kalkberges, aus dem seit dem 12. Jahrhundert der Backstein hergestllt wurde. Zudem diente der Baustoff als Kalkmörtelersatz.

Dringt Feuchtigkeit von aussen in das Mauerwerk ein, quillt der Anhydrit auf und nimmt an Volumen zu, während in der warmen, trockenen Mauer im Gebäude keine Reaktion abläuft.

So verschieben sich die Mauern an der Außenseite. Da nun das Haus zumeist im unteren Bereich gewölbt ist, sieht es aus wie eine Schwangere mit Bauch.

Senkungskobolde
Kennen Sie die Untergrundkobolde? Es sind kleine böse Erdgeister und hinterhältige Senkungsteufel, die im Lüneburger Untergrund rumoren und ihr Unwesen treiben. Immer wieder schicken sie ihre Signale aus der Unterwelt. Sie lassen Häuser zusammenbrechen, reißen sporadisch tiefe Krater in Straßen.

Noch in den 1950er Jahren hat die Presse jegliche Senkungen und Erdfälle verharmlosend nicht näher benannten „Senkungskobolden“ zugeschrieben (vgl. Abb.2.10.). Der direkte ursächliche Zusammenhang zwischen Soleförderung und Senkung ist erst jetzt in der Rückschau erkennbar, nachdem die Saline ihre Soleförderung 1980 vollständig eingestellt hat.

Der historische Hafen von Lüneburg
Der historische Hafen von Lüneburg

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Lüneburg ist zweifellos der Stintmarkt. Im Mittelalter war das historische Wasserviertel Schauplatz des lokalen Fischmarktes von Lüneburg. Der Name Stintmarkt stammt von der Fischart „Stint“ , einer kleinen Heringsart, die hier früher mit Vorliebe gehandelt wurde.

Ein alter Hafenkran erinnert noch an die Zeit, als Fischer hier täglich ihren Fang entladen haben.

Heute befindet sich am Stintmarkt eine flroierende Kneipen- und Restaurantmeile. Man kann direkt am Fluss Ilmenau sitzen und an lauen Sommerabenden romantisch seinen Wein genießen.

Die Giebel der mittelalterlichen Häuser sowie die beiden historischen Wassermühlen bieten dazu eine malerische Foto-Kulisse.

Der Wochenmarkt findet mittwochs und samstags von 7 bis 13 Uhr auf dem Lüneburger Marktplatz statt.

hier bieten Lüneburger Schaussteller frisches Obst und Gemüse, Blumen, Käse, Fisch und Wurst sowie viele weitere frische Produkte aus der Region an. Die einmalige Atmosphäre eines Lüneburger Markttages vor dem vor dem historischen Rathaus ist unbedingt einen Besuch wert.

Die Abtsmühle in Lüneburg

Der Stintmarkt in Lüneburgs historischem Wasserviertel ist nicht nur für seine Kneipen- und Restaurantmeile bekannt. Für den besonderen Flair sorgt der Blick auf die beiden mittelalterlichen Mühlen oberhalb des Wasserlaufes der Ilmenau.

Die einst zum Kloster Lüne gehörende Lüner Mühle und der gegenüber liegenden Abtsmühle bieten eine grandiose und beliebte Fotokulisse. Dazwischen ragt der frei stehende Turm der Abtswasserkunst empor. Er wurde im Jahre 1530 von der Brauergilde und dem Abt von St. Michael als Schöpfwerk und Wasserturm erbaut.

In beiden Mühlen wurde noch bis in die 1980er Jahre noch Getreide ausschließlich mit Wasserkraft verarbeitet. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten befinden sich heute Hotels in dem malerischen Mühlen-Ensemble. Und von den Terrassen der angenzenden Bistros und Restaurants hat man den schon gennanten tollen Blick auf die Ilmenau.

Der alte Kran im Hafenviertel von Lüneburg

Zu den Wahrzeichen, die kaum aus der Skyline von Lüneburg wegzudenken sind, zählt der hölzerne, kupfergedeckte Alte Kran im Hafenviertel. Hier wurde mit Muskelkraft das Salz, Brennholz und andere Waren gehoben und für den Transport nach Lübeck verschifft.

Angetrieben wurde der Kran gewöhnlich von zwei Männern, die mit Hilfe von Treträdern, die Lasten bewegten. Die letzte Fracht, die hier im 19. Jahrhundert verladen wurde war eine Dampflokomotive für die Braunschweig-Vienenburger Bahn. Für diese Aktion waren jedoch garantiert mehr als zwei Männer in den Laufräder nötig.

Der historische, gut erhaltene Hafenkran ist heute eine Sehenswürdigkeit von Lüneburg. Seine interessante Verladetechnik lockt vor allem technikbegeisterte Besucher an.

Der Wasserturm in der Altstadt von Lüneburg

Der Wasserturm in Lüneburg prägt neben den Türmen der drei mächtigen gotischen Kirchen die Silhouette der Stadt. Neben wechselnden Ausstellungen und künstlerischen Veranstaltungen lockt der Turm mit einer  56 Meter hohen Aussichtsplattform Besucher an.

Von hier hat man eine unvergleichliche Panoramablick über das rote Dächermeer des mittelalterlichen Altstadt von Lüneburg und Umgebung. Bei gutem Wetter kann man sogar bis nach Hamburg schauen.

Öffnungszeiten: Täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr

Eintritt: 5 Euro

Die evangelische St. Johannis Kirche ist die älteste Kirche in Lüneburg. Mit einer Höhe von 108,7 Metern gehört ihr Kirchturm zu den höchsten Niedersachsens.

Wer genau hinschaut, dem fällt die leichte Schieflage des Turmes auf. Tatsächlich musste die Turmspitze nach einem Blitzeinschlag 1408 erneuert werden und neigt sich seit diesen Bauarbeiten 220 cm nach Westen.

Als Vergleich, der nur 55,8 Meter hohe Turm von Pisa ist 3,9 Meter aus dem Lot geraten, was jedoch einem gewaltig größerem Neigungswinkel entspricht.

Wie die Kirchen St. Nicolai und St. Michaelis wurde auch St. Johannis im Stil der nordischen Backsteingotik erbaut. Alle drei Kirchen bilden Stationen auf der Europäischen Route der Backsteingotik.

Sie diente als Vorbild vieler Hallenkirchen in Norddeutschland, so zum Beispiel in Stendal, Brandenburg, Hannover und Tangermünde. Die fünfschiffige Hallenkirche mit nahezu quadratischem Grundriss enthielt einst 39 Altäre.

Der junge Johann Sebastian Bach lernte hier das Orgelspielen und Komponieren bei seinem Onkel Georg Böhm, der von 1698 bis 1733 als Kantor und Komponist in der St. Johannis-Kirche arbeitete.

Am Rande der Innenstadt von Lüneburg liegt das Kloster Lüne. Bereits 1172 gegründet, wird das Kloster bis heute von einem Damenkonvent bewohnt.

In einem Textilmuseum werden hier die von den Lüner Benediktinernonnen und evangelischen Stiftsdamen im Laufe der Zeit gefertigten textilen Kunstwerken gezeigt, soweit sie über die Jahrhunderte im Kloster verblieben sind.

Besonders berühmt sind die Wirk- und Stickarbeiten in Wolle auf Leinwand. Die ältesten Stücke sind von 1250.

Das Kloster liegt am Rande der Innenstadt von Lüneburg

Heute führen Wanderwege auf den Kalkberg von Lüneburg © Up-to-Date CC BY-SA 3.0, Link

Ursprünglich war der Kalkberg von Lüneburg einmal 70 Meter hoch und überragte als höchste Erhebung die Stadt. Durch den jahrhundertelangen Gipsabbau als Baustoff schrumpfte der Berg einen Bruchtiel seines ursprünglichen Umfangs und ist nun nur noch 58 Meter hoch.

Seit 1878 wird an der obersten Bergkuppe kein Gips mehr abgebaut, 1932 wurde auch der restliche Berg zum Naturschutzgebiet erklärt.

Heute ist der Kalkberg ein beliebtes Ausflugsziel mitten in der Stadt. Befestigte Wanderwege führen hinauf zu einer Aussichtsplattform, die dem Besucher eine wunderbaren Panorama-Blick auf die Lüneburger Altstadt eröffnet.

Wie in anderen europäischen Städten wurden im Mittelalter auch in Lüneburg Gerichtsurteile in der Öffentlichkeit vollstreckt. Die Zeugen dieser Zeit findet man heute unter anderen noch in der Rabensteinstraße auf dem Galgenberg oder vor dem Rathaus auf dem Marktplatz.

Während Hinrichtungen zumeist außerhalb der Stadt vollstreckt wurden diente auf dem Markt der Kak (Pranger) als Strafvollzug. Hier wurden die Verurteilten gekränkt und der Lächerlichkeit preisgegeben.

Ein Kreuz auf dem Kopfsteinpflaster markiert heute noch die Stelle, an der der Schandpfahl stand. Galgenberg und Kak waren jedoch nicht die einzigen Vollzugsort in Lüneburg. So findet man z.B. am Bardowicker Tor noch zwei Granit­quader, die an die letzte Hinrichtung erinnern sollen.

Einen Rundgang zu diesen und wetieren eher skurrilen Sehenswürdigkeiten können Geschichtsinteressierte an der Touristen-Information im Rathaus buchen. Denn hier startet sonntags die sogenannte Henker-Führung durch Lüneburg.

Am Ochsenmarkt 1 in Lüneburg steht ein Patrizierhaus aus dem 16. Jahrhundert, in dem die Eltern des Dichters Heinrich Heine lebten. Obwohl sie nur von 1822 bis 1826 das Obergeschoss bewohnten, wurde das Gebäude zum Kulturforum und Treffpunkt für Literatur- und Kunstinteressierte.

Während seiner Studienzeit verbraachte der junge Dichter mehrere Monate in Lüneburg. 1901 wurde ihm zu Ehren eine Gedenktafel angebracht und das Haus als „Heinrich-Heine-Haus“ benannt.

Heute sind in den Räumen verschiedene städtische Behörden und Kultureinrichtungen untergebracht. Zudem befindet sich in einem rückwärtigen Anbau eine separat zugängliche Stipendiatenwohnung für Schriftsteller. Hier können die Künstler während eines drei- bis sechsmonatigen Aufenthalt im Heinrich-Heine-Haus ihrer literarischen Arbeit nachgehen.

Mittelalterliche Häuser in der typisch Norddeutscher Backsteingotik

In der Lüneburger Altstadt, so heißt übrigens auch der Statdteil, findet man rund 1300 mittelalterliche Häuser in der typisch Norddeutschen Backsteingotik. Viele der prächtigen mittelalterliche Patrizierhäuser sind mit kunstvoll verzierten Giebeln, Erkern und vielsprossigen Kastenfenstern versehen.

Dieser typisch hanseatische Baustil ist vor allem an den Häusern in der „Oberen Ohlingerstraße“ erhalten geblieben. Die eng aneinander gebauten Häuser haben sich hier im Laufe der Zeit aufgrund der Aushöhlung der Saline unter der Altstadt asymetrisch abgesenkt. Das urige cartoonartige Aussehen der Gebäude ist heute eine Touristenattraktion und begehrtes Fotomotiv.

Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia

Nachdem man Stadtbefestigungen in der Neuzeit nicht mehr brauchte, wurden die alten Wallanlagen vielerorts geschleift oder zu Parks und Promenaden umgewandelt.

In Lüneburg sind an der Bardowicker Straße noch große Teile der einst imposanten Mauer erhalten. In dieser grünen Oase können hier Besucher durch den alten Stadtgraben flanieren, der im Volksmund „Liebesgrund” genannt wird. Mit etwas Fantasie lässt sich wohl erraten, woher der Name stammt.

Neben einem Spielplatz gibt es hier viel Grün zum Spielen, Relaxen und Spazierengehen. An der 400 Meter langen Bardowicker Mauer entlang findet man auch noch einige der sogenannten „Buden“, die an dem alten Bollwerk zu kleben scheinen. Materialien, wie Gips, Feld- und Backsteine lassen das Alter der früheren Armeleute-Behausungen erahnen.

Den besten Blick auf das Wasserviertel und den Stintmarkt hat man von der Brausebrücke. Ihren Namen verdankt sie dem rauschenden Wasser des Mühlenwehrs. Doch was hat „Mark Twain“ hier zu suchen?

Auf einer Bank mitten auf der Brück sitzt eine Statue des Autors der Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Ein Mark Twain-Fan und Lüneburger Unternehmer hat hier vor seinem Café die Bronzestature von Henning J. Claasen platziert.

Der Heide-Express fährt die Strecken rund um Lüneburg, Winsen, Soltau, Celle sowie Walsrode. Mecklenburger Elstal

Von Anfang Mai bis Anfang Oktober fahren die Züge an allen Sonntagen nach einem feststehenden Regelfahrplan. Zudem werden in der Nebensaison erlebnisreiche Sonderfahrten angeboten. Höhepunkte der Themenfahrten sind zum Beispiel im Mai die Spargelfahrt zum Raddampfer Kaiser Wilhelm oder die Mondscheinfahrten im Oktober.

Fahrpreise:
Erwachsene 13 Euro, Kinder zahlen die Hälfte
Familienkarte: 29,00 Euro
Fahrräder und freundliche Hunde Kostenlos

www.heide-express.de

Weber
Das Tor zur Unterwelt, Lüneburg © Carolin Weber Link

Das „Tor zur Unterwelt“ in Lüneburg ist nicht, wie es sich vermuten lässt, ein Relikt aus dem Mittelalter. Die ursprünglich ganz normale Gartenpforte in der Frommestraße der Lüneburger Altstadt ist gerade etwas mehr als 100 Jahre alt. Gemeinsam mit einem Haus wurde das Tor 1998 auf dem Grundstück errichtet.

Während die Altstadt auf einer Saline gebaut wurde, war die Menge des geförderten Salzes über die Jahrhunderte eher überschaubar. Doch an der Schwelle zum 20. Jahrundert wurde der Berg aufs äußerste ohne Rücksicht auf Verluste ausgebeutet. Die Salzproduktion wuchs auf über 30.000 Tonnen an.

Der starke Salzabbau, einfallendes Regenwasser und das Aufquellen der natürlicher Gipseinlagerungen waren die Ursachen, dass sich der Boden unter der Lüneburger Altstadt an vielen Stellen bis zu 2 Meter absenkte. Häuser wurden instabil und mussten teilweise abgerissen werden, andere sind heute noch schief und krumm.

So fiel auch das Haus in der Frommestraße der skrupellosen, umweltmissachtenden Ausbeutung des Bergwerks zum Opfer. Heute steht an dieser Stelle nur noch die Tor, das im Volksmund den doppeldeutigen Namen „Tor zur Unterwelt“ bekommen hat. Es ist inzwischen zum Sinnbild des Senkungsgebietes geworden.