Island Sehenswürdigkeiten: Die 10 schönsten Orte und Reiseziele

Island ist zu einem der Top-Reiseziele für Naturliebhaber und Abenteurer geworden. Einer der größten Gründe für einen Besuch Islands sind die Nordlichter, denn nur hier kann man sie in völliger Dunkelheit und teilweise klarem Himmel sehen. Hier sind die besten Orte, Reiseziele und Sehenswürdigkeiten in Island.

Der Inselstaat im äußersten Nordwesten Europas ist bekannt für seine kontrastreichen Landschaften. Weit im Norden gelegen, scheint das Land stetig von Schnee und Eis bedeckt zu sein. Zugleich ist es auch eine der vulkanreichsten Regionen der Welt mit einer großen Anzahl von aktiven Vulkanen, die jederzeit ausbrechen können.

Die enorme Menge an geothermischer Aktivität ist auch Ursprung der berühmten Naturheilbäder wie der Blauen Lagune und anderen uralten Warmwasser-Quellen. In der Hauptstadt Reykjavik gibt es eine Vielzahl von Europas besten Restaurants und Nachtlokale. Für Naturliebhaber ist Island ein Paradies. Neben Vulkanen und geothermischen Seen findet man hier glitzernde Gletscher, unterirdische Höhlen und wunderschöne Nationalparks.

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Zudem ist Island auch ein Land der Mythen und Legenden, in denen Trolle, Elfen, Riesen und andere Fabelwesen zuhause sind. Nur wer es einmal selbst durchwandert hat und Abends am Feuer diesen fantastischen Geschichten lauscht, wird verstehen was den Reiz dieses geheimnisvollen, aber einladenden Landes ausmacht.

Hier sind die besten Sehenswürdigkeiten in Island

1Reykjavík

Reykjavík, Island
Reykjavík, Island (Foto: Bigstock)

Reykjavík ist die nördlichste Hauptstadt der Welt und mit ca. 120.000 Einwohner die größte Stadt Islands. Der Name Reykjavík bedeutet „rauchende Bucht“ und ist wahrscheinlich auf die dampfenden Quellen in der Umgebung zurückzuführen.

Reykjavík wurde von dem Wikinger Ingólfur Arnarson gegründet, der um 870 mit seiner Familie und Anhängern aus Norwegen zog. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort nur aus wenigen Bauernhöfen.

Heute leben über 200.000 Menschen in der aufstrebenden Region. Vor allem im künstlerischen und musikalischen Bereich finden Sie in Reykjavík eine blühende Szene. Künstler wie „Björk“, „Sigur Rós“, „Emiliana Torrini“ und „Of Monsters and Men“ sind schon weit über die Grenzen Islands bekannt.

Schriftsteller und bildende Künstler wie Einar Jónsson und Ásmundur Sveinsson haben sich im 20. Jahrhundert international einen Namen gemacht. Reykjavík wurde am 2. August 2011 zur 29. UNESCO-Stadt der Literatur ernannt.

2Die Blaue Lagune

Blaue Lagune, Island
Blaue Lagune, Island (Foto: Bigstock)

Bláa Lónið (Blaue Lagune) ist ein Warmwassersee, der als Nebenprodukt des nahegelegenen geothermischen Kraftwerks entstand. Das Kraftwerk erzeugt eine 240 ° C heiße Mischung aus Meer– und Süßwasser, aus einer Tiefe von ca. 2 km, an die Oberfläche. Nach der Stromerzeugung und dem Fernwärmenetz fließt das Gemisch in das umgebende Lavafeld.

So hat sich dort ein Salzwassersee mit einem Temperaturniveau von 37-42 ° C gebildet. Die typische blau-weiße Farbe wird durch Diatomeen verursacht, die sich im Tiefenwasser befinden. Das Baden in Bláa Lónið hat erwiesenermaßen Psoriasis und andere Hautkrankheiten reduziert.

Ein Besuch in der Blauen Lagune wird zu einem unvergesslichen Bade- und Wellnessaufenthalt. Sehr empfehlenswert!

3Der „Goldene Kreis“

Der Geysir im Goldenen Kreis, Island
Der Geysir im Goldenen Kreis, Island (Foto: Bigstock)

Der „Goldene Kreis“ ist ein klassischer Tagesausflug von Reykjavík. Auf dem Weg liegen weitere Sehenswürdigkeiten wie Þingvellir, Geysir und der Gullfoss Wasserfall.

Das alte Parlament Þingvellir liegt direkt am spektakulären Grabenbruch zwischen amerikanischer und europäischer Kontinentalplatte. Þingvellir übersetzt bedeutet „das Niveau der Volksversammlung“. Um 930 n. Chr. Wurden von norwegischen Wikingern legislative Versammlungen abgehalten. Þingvellir ist damit eines der ältesten Parlamente der Welt. Im Jahr 1000 wurde die Zugehörigkeit zum Christentum beschlossen, 1944 wurde die Republik Island proklamiert.

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Der „große Geysir“ ist der Namensgeber für alle Geysire, bricht aber nur selten aus. Zu besichtigen ist sein kleiner Bruder „Strokkur“ (Churn), der sich neben dem Geysir befindet. Seine Ausbrüche sind relativ regelmäßig in Abständen von 5 bis 10 Minuten. Die Warmwassersäule erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Metern.

Der Gullfoss ist ein Wasserfall des Flusses Hvítá. Sein durchschnittlicher Wasserdurchfluss beträgt ca. 110 m³ pro Sekunde. Das Maximum während einer Jahrhundertflut betrug 2.000 m³ pro Sekunde. Der Wasserfall fällt über zwei Stufen in insgesamt 30 Metern Tiefe.

4Vestmannaeyjar

Vestmannaeyjar. Island
Vestmannaeyjar. Island (Foto: Bigstock)

Vestmannaeyjar ist ein vulkanischer Archipel im Süden von Island. Von den 15 Inseln ist jedoch nur Heimaey ständig bewohnt. Die Hauptinsel kann bequem zu Fuß auf einem Tagesausflug zum Vulkan Eldfell erkundet werden. Ein Spaziergang entlang der Küste bietet einzigartige Panoramen.

Seit 2010 gibt es den neuen Hafen auf dem gegenüberliegenden Festland. Eine Bootsfahrt dauert etwa 30 Minuten. Die einfache Fahrt kostet ca. 8 bis 9 €. Wenn Sie möchten, können Sie Ihr Auto auf der Insel nehmen. Aber viel interessanter ist eine Inselexploration zu Fuß. Solide Schuhe sind wegen des felsigen Untergrundes nützlich.

5Skógafoss Wasserfall und Laugavegur Trekking Trail

Skógafoss Wasserfall, Island
Skógafoss Wasserfall, Island (Foto: Bigstock)

Der Skógafoss Waldwasserfall ist 25 Meter breit und stürzt 66 Meter in die Tiefen der ehemaligen Küstenlinie Islands. Auf der östlichen Seite des Wasserfalls verläuft der berühmte Wanderweg Laugavegur.

Die Wanderung dauert vier Tage und ist gut ausgeschildert. Auf dem Weg gibt es Hütten mit voll ausgestatteten Küchen im Abstand von Tagesausflügen, die normalerweise im Hochsommer ausgebucht sind. Mahlzeiten müssen eingenommen werden, aber die Küche kann in den Kabinen verwendet werden. Camping ist an den Hütten möglich und nur dort erlaubt.

6Landmannalaugar

Landmannalaugar, Island
Landmannalaugar, Island (Foto: Bigstock)

Landmannalaugar ist berühmt für seine heißen und kalten Quellen und die bunten Berge der umliegenden Vulkane. Der Vulkan Bláhnjúkur beispielsweise besteht aus graublauem Pechstein, während der rotbraune Abhang des Vulkans Brennintheinsalda aus Quartärrachit oder Rhyolith besteht.

Auch hier führt der Laugavegur-Wanderweg vorbei. Weitere Wanderungen führen über teils steile Wege zum Berg Bláhnjúkur. Ein weiterer leicht zu begehender Rundweg führt durch die Schlucht Grænagil. Wanderer können sich in einer natürlichen heißen Quelle nur wenige Meter vom Trekking-Dorf erfrischen.

Karten für kurze Wanderungen und aktuelle Wetterinformationen könnt ihr bei der Touristeninformation in der Wanderhütte Landmannalaugar bekommen.

7Die Halbinsel Snæfellsnes

Snæfellsnes, Island
Snæfellsnes, Island (Foto: Birgstock)

Auf der Halbinsel Snæfellsnes (Schneeberghalbinsel) findet man auf kleinstem Raum alle landschaftlichen Schönheiten Islands. Deshalb wird sie auch die „Insel in Miniatur“ genannt. Heute ist der westliche Teil der Insel ein Nationalpark.

Geführte Touren werden von der Nationalparkbehörde in Hellnar angeboten. Im Süden der Halbinsel kann man entlang der Küste und in den Lavafeldern spazieren gehen.

Im Norden kann man mit der Fähre von Stykkishólmur zur idyllischen Insel Flatey fahren, die als Kulisse für die Fernsehserien Nonni und Manni diente.

8Dettifoss Wasserfall

Dettifoss Wasserfall, Island
Dettifoss Wasserfall, Island (Foto: Bigstock)

Der Dettifoss ist der größte Wasserfall im Nordosten Islands. Mit seiner enormen Fallhöhe gehört er theoretisch zu den stärksten im europäischen Vergleich. So könnte er das Äquivalent einer elektrischen Leistung von 85 MW bereitstellen. In der Nähe sind die etwas kleineren Wasserfälle Selfoss und Hafragilsfoss, die auch wirklich sehenswert sind.

9Das Seenland Mývatn

Der See Mývatn in Island
Der See Mývatn in Island (Foto: Bigstock)

Der See Mývatn (Mückensee) hat seinen Namen von den im Sommer sehr großen Mückenschwärmen, die wiederum die Grundlage für den beachtlichen Fischreichtum und die vielfältige Entenpopulation bilden. Die meisten von ihnen sind jedoch harmlose Moskitos, die nicht stechen.

In der Nähe des Sees befinden sich zahlreiche Naturwunder vulkanischen Ursprungs, die man auf einer Tour bewundern kann.

Im nördlichen Teil des Sees wurde eine alte Mine in ein Thermalbad umgewandelt. Das „Jarðböð“ (Erdbad) und das „Mývatn Naturbad“ bieten ausgezeichnete Bademöglichkeiten.

10Die Gletscherlagune Jökulsárlón

Gletscherlagune Jökulsárlón, Island
Gletscherlagune Jökulsárlón, Island (Foto: Bigstock)

Jökulsárlón bedeutet „glaziale Flusslagune“ und ist mit 18 km² der größte und zugleich tiefste Gletschersee Islands. Der See ist bekannt für seine schwimmenden Eisberge, die in den verschiedensten Farben schimmern können. Die Blautöne werden durch die unterschiedlichen Kristalle im Eis und ihre Reflexion verursacht, das Schwarz kommt von der Vulkanasche.

Am Ufer des Sees befinden sich zahlreiche Wanderwege, von denen man auch die artenreiche Tierwelt Islands beobachten kann.

Der Gletschersee diente als Schauplatz für populäre Filmproduktionen wie James Bond – Stirb an einem anderen Tag, James Bond 007 – Im Angesicht des Todes, Tomb Raider, Beowulf & Grendel und Batman.